Continuous Linked Settlement System, CLS (so auch im Deutschen gesagt)
International von global tätigen privaten Banken im Jahr 2002 eingerichtete Stelle mit dem Zweck des Austauschs von Währungen Zug um Zug (payment versus payment, abgekürzt oft
PvP). Damit entfällt das Ausfallrisiko, wenn eine Partei zahlungsunfähig wird. Darüber hinaus gestattet das System eine zeitliche und kostenmässige Verbesserung der Abwicklung. Schätzungen gehen davon aus, dass in den kommenden Jahren weltweit mehr als neunzig Prozent aller Devisengeschäfte über CLS mit Sitz in Neuyork abgewickelt werden; im Jahr 2006 waren es bereits 43 Prozent. – Siehe Abwicklung, vollautomatisierte, ClearingHaus, automatisches, Fernzugang, Kapitaltransfersystem, elektronisches, Massenzahlungsverkehr, elektronischer, Überweisungssystem. – Vgl. Monatsbericht der EZB vom April 2002, S. 60, Jahresbericht 2001 der EZB, S. 143, Jahresbericht 2003 der EZB, S. 131 f., Geschäftsbericht 2002 der Deutschen Bundesbank, S. 136 f. sowie sehr ausführlich darstellend Monatsbericht der EZB vom Januar 2003, S. 59 ff., Jahresbericht 2007 der EZB, S, 170 (kooperative Überwachung des Systems; Erweiterung der Geschäfte auf Non-deliverable Forwards; Zahlen zum Geschäftsumfang), Jahresbericht 2012 der EZB, S. 142 f. (CLS wird in den USA als systemrelevantes Finanzmarktunternehmen eingestuft; Überwachungsfragen) und den jeweiligen Geschäftsbericht der EZB, Kapitel “Überwachung der Zahlungssysteme und Marktinfrastrukturen).
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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