Der Generalstaatsanwalt der USA veröffentlichte im Sommer 2009 eine Aufstellung, wonach die weltweit tätige Citigroup Inc. mit Hauptsitz in Neuyork an direkten Staatshilfen 45 Mia USD erhielt; dazu übernahm der Staat noch verschiedene Bürgschaften, um die bei der Bank von Kunden getätigten Einlagen von knapp über 300 Mia USD zu sichern. – Im Jahr 2008 fuhr das Institut einen Verlust von 27,7 Mia USD ein. Zugleich jedoch wurden 5,3 Mia USD an Boni ausbezahlt. Es kamen – 124 Mitarbeiter in den Genuss von Prämien, die den Betrag von 3 Mio USD überstiegen. – Bei 176 Mitarbeitern lag der Bonus immerhin noch über 2 Mio USD und – 738 Mitarbeiter vereinnahmten wenigstens 1 Mio USD an Bonuszahlungen. – Die vier Spitzenverdiener der Citigroup brachten es zusammen auf 44 Mio USD Prämien, – die nächsten zehn Spitzenverdiener der Bank auf gesamthaft 87 Mio USD. – Der Generalstaatsanwalt wies darauf hin, dass die anderen von seiner Behörde untersuchten acht Institute nur wenig besser dastünden. – Der Bericht löste in den USA wohl zurecht Empörung aus, weil das Geld der Steuerzahler so zu einem Teil direkt in das Portemonnaie der Banker floss; und weil Bonusse auch bezahlt wurden, wenn es nichts zu belohnen gab, ja sogar Prämien unabhängig von persönlichen Leistungsmerkmalen vertraglich garantiert wurden. Man sah darin eine Abartigkeit nicht nur der Begriffe – Bonus bedeutet letztlich eine hervorragende Leistung -, sondern auch der geistigen Einstellung bei den führenden Banken. – Siehe Banker, Bonus, Finanzsodomit, Schlafgeld, Vorstandsbezüge.

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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