In früherer Zeit eine von Fuhrwerken in Bargeld sofort zu entrichtende Abgabe für die Nutzung bestimmter Strassen, der heutigen Maut vergleichbar. Das Chausseegeld floss in der Regel der Landeskasse zum Zweck des Neubaus und der Unterhaltung der Strassen zu. An den gebührenpflichtigen Strassen (chargeable streets) waren zur Einkassierung dieser Abgabe Schlagbäume (turnpikes: movable barriers set across a road to prevent passage until a toll had been paid) und Einnehmer-Häuschen (toll houses, also known as toll booths) angelegt. Die Postkutschen rechneten das jeweils zu entrichtende Chausseegeld, zusammen mit dem Brückengeld, Furtgeld, Schmiergeld und Torgeld, in die Taxe ein. – Manchmal wird zwischen Chausseegeld einerseits und Wegegeld andererseits unterschieden. Danach ist – das Wegegeld eine Abgabe für die Erlaubnis, eine Strasse zu nutzen; Inhaber eines Freibriefs (carte blanche: eine landesherrliche Urkunde, durch die in früherer Zeit einer Person bestimmte Vorrechte verliehen wurden, und der Inhaber des Freibriefs daher eine Ausnahmestellung genoss) blieben daher von dieser Gebühr ausgenommen, sie war mit dem bezahlten Permissionsgeld abgegolten. Demgegenüber ist – das Chausseegeld einen Zahlung zum Unterhalt der Strasse (fee to help recuperate road maintenance). – Siehe Baumgeld, Brückengeld, Citymaut, Dammzoll, Dieselgeld, Fährgeld, Furtgeld, Hafengeld, Geleitgeld, Krangeld, Maut, Mautgeld, Permissionsgeld, Schirmgeld, Schutzgeld, Torgeld, Transitgeld, Ungeld, Vignette, Wägegeld, Wartegeld.

Achtung: Das Finanzlexikon ist urheberrechtlich geschützt und darf ohne die ausdrückliche Einwilligung lediglich zum privaten Gebrauch benutzt werden!
Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
E-Mail-Anschrift: info@ekrah.com
https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Ernst_Merk
https://www.jung-stilling-gesellschaft.de/merk/
https://www.gerhardmerk.de/