Allgemein die von einer Behörde verhängte Strafgebühr; im engeren Sinne in Deutschland die für einen Regelverstoss im Strassenverkehr verfügte Zahlung. – Im Finanzsektor die von den Aufsichtsbehörden verhängten Geldstrafen zur Ahndung von Verstössen gegen aufsichtsrechtliche Vorschriften. Gegen erlassene Bussgeldbescheide der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht können die Betroffenen – zunächst ein Widerspruchsverfahren (opposition procedure) beantragen; wird der Widerspruch zurückgewiesen, so können – die ordentlichen Gerichte (ordinary courts) angerufen werden. – Früher die einem Beichtenden auferlegte Zahlung zur Wiedergutmachung angerichteten Schadens an Leib und Gut von Mitmenschen. – Siehe Ablassgeld, Amende, Abwicklungsverfügung, Beichtgeld, Bestandskraft, Fersengeld, Massnahme bei Gefahr, Pönalgeld, Sonderprüfung, Verwarnung, Untersagung, Zwangsgeld. – Vgl. Jahresbericht 2012 der BaFin, S: 209 (Erläuterung des Bussgeldverfahrens), Jahresbericht 2013 der BaFin, S. 117 (Übersicht der Bussgeldverfahren), S. 189 (Bussgeld-Leitlinien) sowie den jeweiligen Jahresbericht der BaFin; dort jeweils eine Übersicht im Kapitel “Aufsicht über Banken, Finanzdienstleister und Zahlungsinstitute” sowie auch im Kapitel “Aufsicht über den Wertpapierhandel und das Investmentgeschäft einzelne Fälle und auch Bericht über Rechtsbehelfe gegen Massnahmen der Behörde.

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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