Um den wirtschaftlichen Ablauf so zu gestalten, dass – Geld jeweils auch der beste Wirt in die Hände bekommt und – sich damit der Wohlstand erhöht, sollten Vorgaben (performance targets) von Amtsstuben möglichst gering gehalten werden. Dieser Mahnruf durchzieht auch alle Veröffentlichungen der EZB. – Auf der anderen Seite aber verlangen Verbraucherverbände – und oft genug auch Wirtschaftsverbände! – immer neue Regelungen. Zwar schliesst sich beides nicht denknotwendig aus. Aber ein Zuviel an Vorschriften wirkt in jedem Lebensbereich abschreckend. – Siehe Anlegerschutz, Aufsicht; Aufsichtsvermeidung, AusschussWahn, BaFin-Umlage, Banana Skins Survey, Capture-Theorie, Kompetenz-Konflikt, aufsichtsrechtlicher, Marktversagen, Moral Suasion, Peter-Regel, Rechtsrisiken, Regulierungswut, Subsidiaritätsprinzip, Überregulierung. – Vgl. Monatsbericht der EZB vom Januar 2008, S. 67 ff., insbes. S. 79 f. (das Produktivitätswachstum im Eurogebiet wird durch zuviel Bureaukratie gehemmt, was auch die Geldpolitik berührt).

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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