Wirtschaftszweige, die ausschliesslich oder doch überwiegend (mainly) für den heimischen Markt und zum Gebrauch oder Verbrauch im Inland Güter, also Waren und Dienstleistungen, produzieren. Deren Anteil am Bruttoinlandsprodukt lag in Deutschland im Jahr 2013 bei etwa fünfunddreissig Prozent. Die ungenutzten Kapazitäten dieser Branchen werden von der Zentralbank im Zuge ihrer Berechnung der Produktionslücke besonders ins Auge gefasst; die Kapazitätsauslastung dort gilt als ein wichtiger Masstab zur Beurteilung des Konjunkturzyklus in der Volkswirtschaft gesamthaft. Binnenmarktorientierte Branchen sind von Schwankungen des Wechselkurses grundsätzlich nicht betroffen. – Siehe Auslastungsrad, Balassa-Samuelson-Effekt, Wirtschaft, zweigeteilte, Wirtschaftsindikatoren, wichtige. – Vgl. Monatsbericht der EZB vom Mai 2006, S. 52 ff. (Bedeutung von Branchenindikatoren für die Konjunkturanalyse; zahlreiche Übersichten).

Achtung: Das Finanzlexikon ist urheberrechtlich geschützt und darf ohne die ausdrückliche Einwilligung lediglich zum privaten Gebrauch benutzt werden!
Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
E-Mail-Anschrift: info@ekrah.com
https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Ernst_Merk
https://www.jung-stilling-gesellschaft.de/merk/
https://www.gerhardmerk.de/