Begrenzungsfunktion (limiting function)

In Zusammenhang mit der Mindestreservepolitik einer Zentralbank gesagt. Die Zentralbank gibt danach durch Erhöhung und Senkung des Mindestreserve-Solls den Rahmen vor, innert dessen sich die Banken bewegen können. – Nur in Extremsituationen begrenzt jedoch eine Zentralbank auf diese Weise die Geldmenge. Im Normalfall entwickelt sich die Geldmenge zunächst über die Marktkräfte aus dem Zusammenspiel zwischen der Zentralbank und den Wirtschaftssubjekten. Über die Anbindung der Banken an die Zentralbank kann diese dann unter normalen Gegebenheiten in erster Linie durch ihre Zinspolitik auf das Verhalten der Wirtschaftssubjekte Einfluss nehmen. – Siehe Anbindungsfunktion, Arbitrage, intertemporale, Fragmentierung, GeldmarktOperationen, Zinskorridor. – Vgl. Monatsbericht der EZB vom Februar 2008, S. 77 (die Geldmarktsätze sollen anhand der Durchschnittserfüllung des Mindestreserve-Solls gefestigt werden).

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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