Die international tätige US-Investmentbank Bear Stearns mit Hauptsitz in Neuyork sah sich im Zusammenhang mit der SubprimeKrise einem Run ausgesetzt. Die US-Zentralbank stützte das strudelnde Institut, das vom Konkurrenten JP Morgan Chase dann im März 2008 übernommen wurde. Bear Stearns hatte zu diesem Zeitpunkt weltweit 14’000 Beschäftigte und auch eine Niederlassung in Frankfurt am Main. – Trotz seiner Stellung als Broker pflegte Bear Stearns auch das Einlagengeschäft. Das Institut war nämlich Dienstleister für mehrere Hedge-Fonds. Es lieh ihnen Kapital und nutzte die von den Fonds hinterlegten Sicherheiten, um selbst wieder zu investieren. – Kurze Zeit nach der Pleite bei Bear Stearns verweigerte man der international tätigen und auch mit Niederlassungen in Deutschland tätigen Neuyorker Bank Lehman Brothers die Hilfe; diese ging im September 2008 mit weitreichenden Folgen auch für deutsche Anleger in Insolvenz. – Siehe Einzelfallentscheidung, Lehman-Pleite, Schuldenbombe, Too big to fail-Grundsatz.

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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