International besteht die Gewohnheit, Banknamen mit mehr als drei Silben im Geschäftsverkehr auf dem Finanzmarkt und auch im alltäglichen Sprachgebrauch (everyday language) auf eine in der Regel zweisilbige Bezeichnung (two-syllable word) oder eine meistens dreistellige Buchstabenfolge (three-digit code) zu verkürzen. So wird beispielsweise aus der Nassauischen Sparkasse [sieben Silben] die Naspa, aus der Société Générale [sieben Silben] die SocGen oder aus der Bank of America Corporation [zehn Silben] die BOA. – Manche Institute haben von sich aus lange Firmennamen geändert, wie etwa die Schweizerische Kreditanstalt [acht Silben] in Credit Suisse. Andere benutzen im Geschäftsverkehr nur eine Buchstabenfolge, so wie die Union Bank of Switzerland [sieben Silben] – französisch: Union de Banques Suisses [fünf Silben], italienisch: Unione di Banche Svizzere [neun Silben] – sich offiziell den Eigenname UBS zulegte und unter dieser Bezeichnung weltweit auftritt. Ein langer Name gilt weithin als imageschädigend (has an adverse impact in terms of image): man verbindet damit einen umständlichen, schwerfälligen, ungelenken Geschäftsgang. Auch die Europäische Zentralbank [acht Silben] kürzt ihren Namen in eigenen Veröffentlichungen meistens auf EZB, und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht [zwölf Silben] benutzt die zweisilbige Abkürzung BaFin. – Siehe Badwill, Octopus, Wettbewerb.

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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