Die den Banken zugeschriebene Fähigkeit – auf das Verhalten der Wirtschaft und Gesellschaft entscheidend einzuwirken (Macht über; power over) und – dieses Ziel erreichen zu können, ohne sich äusseren Widerständen unterwerfen zu müssen (Macht zu; power to). – Bestimmt vermag eine Bank als Kreditgeber Einfluss auf die von ihren Darlehn abhängige Firma auszuüben. Dies geschieht jedoch in aller Regel zum Vorteil des Einleger der Bank, indem so die wirtschaftliche Verwendung der Einlagen der Kunden überwacht wird. Dass Banken auch eine besondere Macht über die Gesellschaft besitzen, es also eine das politische Leben bestimmende Bankokratie gäbe, ist hingegegen nicht zutreffend und gehört zu den Vorstellungen der Verschwörungstheorie. Fast drei Viertel der Darlehn vergeben in Deutschland voneinander weitgehend unabhängige Sparkassen und Genossenschaftsbanken, die weder im einzelnen noch im Verbund das Ziel haben, die Gesellschaft zu beherrschen. – Siehe Bankenschelte, Elephant, weisser, Finanzkapital, Finanzsodomit, Geldleute, Geldpsychologie, Hochfinanz, Misochrematie, Oligokratie, Regionalgeld, Shitstorm, Vetorecht.

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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