Flüssige Mittel, welche die Banken zur Aufrechterhaltung ihrer Zahlungsbereitschaft benötigen. – Aus Sicht der einzelnen Bank zählen dazu grundsätzlich alle Aktiva, die jederzeit in Zahlungsmittel umgetauscht (liquidisiert: which could be easily and without any problem be converted in cash) werden können, wie börsengängige (marketable) Wertpapiere oder Guthaben bei anderen Kreditinstituten. – Das Bankensystem als Ganzes kann aber nicht mit Forderungen der Banken untereinander bezahlen, sondern nur mit Zentralbankgeld. Zur gesamtwirtschaftlichen Liquiditätsausstattung der Banken gehören daher lediglich – ihre aktuellen Bestände an Zentralbankguthaben und Kassenmitteln: Bargeld – zuzüglich ihrer möglichen Guthaben, die sich bei der EZB über deren Fazilitäten beschaffen können. – Siehe Basel-III, Benchmark-Zuteilung, Kapitalpuffer, antizyklischer, Kernkapitalquote, Liquiditätsmanagement, Solvenzaufsicht, Unternehmensfinanzierung. – Vgl. zur Liquiditätslage der Banken den Anhang “Statistik des Euro-Währungsgebiets” im jeweiligen Monatsbericht der EZB, Rubrik “Monetäre Entwicklungen, Banken und Investmentfonds”.

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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