Industriezweig, der aufgrund der aussergewöhnlich hohen Vorleistungs-Intensität (industrial interrelation) seit etwa 1950 in den Mittelpunkt der Konjunkturpolitik getreten ist. Massnahmen zur konjunkturellen Belebung setzten in Zusammenhang mit der auf die Subprime-Krise 2007 folgenden Finanzkrise in vielen Staaten bei der Autoindustrie an; so beispielsweise in Deutschland eine sog. “Abwrackprämie” (scrapping premium), nämlich ein staatlicher Zuschuss beim Kauf von Neuwagen. Auch Kreditbürgschaften (loan guarantees) und finanzielle Unterstützung (financial support) aller Art durch Regierungen, bis hin zu sog “Finanzspritzen” (cash injections), wurden zur Stärkung der Automobilindustrie weltweit eingesetzt. – Siehe Konjunkturprogramm, Opel-Druck. – Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Februar 2009, S. 48 f. (Automobilindustrie und intersektorale Produktionsverflechtung; Übersichten); S. 68 f. (Übersicht der konjunkturstabilisierenden Massnahmen), Monatsbericht der EZB vom Oktober 2009, S. 51 ff. (Schattenseiten der Abwrackprämie), Monatsbericht der EZB vom Dezember 2010, S. 73 ff. (Entwicklung der Branche weltweit und im Eurogebiet seit 2005; Tendenzen; Übersichten), Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom November 2011, S. 63 (Einfluss des Fahrzeugbaus auf die Investitionsgüterindustrie; Übersicht), Monatsbericht der EZB vom Dezember 2011, S. 85 ff. (Produktion und Aussenhandel der Automobilindustrie in der Eurozone seit 2005; Übersichten), Monatsbericht der EZB vom Mai 2014, S. 103 ff. (Automobilindustrie in der EWU seit 2008; Übersichten; Literaturhinweise).

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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