Der Rückzug aus einem Engagement und darin eingeschlossen in der Regel auch die Flüssigmachung der entsprechenden Vermögenswerte, in älteren Dokumenten auch Rezess genannt. – Die Aufgabe eines Geschäftsbereichs (business area) bei einem Institut. – Bei der Zentralbank die Umstellung der Geldpolitik von einer Phase reichlicher Liquiditätsversorgung (Quantitative Easing) zu üblicher Marktsteuerung, wie nach der auf die Subprime-Krise folgenden Finanzkrise; auch im Deutschen oft mit Phasing-out bezeichnet. Geschieht dies ruckartig, so spricht man von einem Rückwärtssalto (backflip). – Das Verlassen einer Währungsunion durch ein Mitglied; auch im Deutschen manchmal Exit genannt. Im Zuge der Rückkehr-Ideologie vor allem auf das Ausscheiden aus der EWU durch Deutschland – ähnliche Stimmen gibt es in Finnland, den Niederlanden und in Österreich – gesagt. – Für Deutschland würde sich ein solcher Ausstieg trotz gegenteiliger Behauptungen verheerend auswirken. Der gemeinsame europäische Binnenmarkt löste sich zugunsten vieler kleinerer, durch Zölle und andere Einfuhrbeschränkungen abgeschotteter Nationalmärkte ab. Die deutschen Ausfuhren gingen beträchtlich zurück mit der Folge hoher Arbeitslosigkeit. Der Lebensstandard (standard of living) in Deutschland sänke erheblich.. – Siehe Aushungern, Ausstiegsrisiko, Disease Management, Neuro, Plan C, TARGET-Missbrauch.

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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