Aufrundung und oft nur Rundung (rounding up)

Wegen des Rundens von (Rechnungs)Beträgen gab es in der Vergangenheit wiederholt Streit zwischen Banken und Kunden. Heute ist international das sog. Half-adjust-Verfahren eingeführt. Dies ist eine Rundungsart, bei der jene Ziffer einer Zahl, welche den niedrigsten Stellenwert besitzt, bestimmt, ob eine Eins zur Ziffer mit dem nächst höheren Stellenwert addiert werden soll oder nicht, bzw. bei welcher die beiden Ziffern mit dem niedrigsten Stellenwert entscheiden, ob eine Eins zur Ziffer mit dem nächst höheren Stellenwert addiert werden soll oder nicht. Ist die Ziffer mit dem niedrigsten Stellenwert niedriger als einhalb, so wird zur Ziffer mit dem nächst höheren Stellenwert nichts addiert. Beträgt die Ziffer mit dem niedrigsten Stellenwert einhalb oder mehr, dann wird eine Eins zur Ziffer mit dem nächst höheren Stellenwert addiert. Computerprogramme sind auf das Half-adjust-Verfahren heute weltweit eingestellt. – In Bezug auf die Euromünzen die Entscheidung darüber, ob kleine Geldstücke aus dem Verkehr gezogen werden sollten. Es stehen dabei zunächst die Münzen zu 1 Cent und 2 Cent auf dem Prüfstand: mit diesen sollten angeblich die Menschen in der Eurozone “Schwierigkeiten” haben. – Vgl Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Januar 2013, S. 37 ff. (Befragung zu “Schwierigkeiten”; Vor- und Nachteile einer Rundung; Antrag des EU-Parlaments an die Kommission zur Einführung einer Rundungsregel).

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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