Cleaning up after (so auch zumeist im Deutschen gesagt) zuweilen boshaft Scherbenkehren (sweeping the shards)

In Zusammenhang mit einer spekulativen Blase das Bemühen der Zentralbank, Schäden nach dem Platzen einer Blase in Grenzen zu halten, etwa durch eine grosszügige Bereitstellung von Liquidität. – Es kann aber nicht Aufgabe der Zentralbank sein, Blasen zu verhindern. Denn mit den Instrumenten, die einer Zentralbank zur Verfügung stehen, vermag sie schwerlich Geldwertstabilität und dazu auch noch Finanzstabilität in einem zu erreichen. Es ist eher Sache der Aufsichtsbehörden, durch entsprechende Massnahmen ein Runup auf den Märkten für Vermögenswerte zu bremsen, etwa durch Vorschriften über eine hohe – und nach verschiedenen Gesichtspunkten veränderliche, bei Anzeichen einer Blase auch stark progressiv steigende – Unterlegung bei kreditfinanzierten Geschäften. – Bei rauschhaften Erwartungen (euphoric expectations) auf Gewinn und Reichtum lassen sich gerade die eine Blase vornehmlich aufpumpenden Kleinanleger von nichts und niemanden aufhalten: das kann die Finanzgeschichte an vielen Beispielen belegen. Es wird wohl auch in Zukunft immer wieder zu Blasen kommen. – Siehe Blase, spekulative, Dotcom-Blase, Immobilienblase, Jackson Hole-Konsens, Leaning against the wind, Martin-Prinzip, Milchmädchen-Hausse, Quantitative Easing, Tulpencrash, Überschwang, unvernünftiger, Vollzuteilung.

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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