Zuteilungsverfahren, amerikanisches (American auction; multiple rate auction)

Tenderverfahren, bei dem der Zuteilungssatz der jeweiligen individuellen Bietung entspricht. – Das heisst: die Zentralbank gibt keinen Mindestbietungssatz vor. Sie teilt den Banken die von ihr vorgesehene Menge so zu, dass sie bei den höchsten Bietungssätzen beginnt. Eine Repartierung (repartition; Rationierung: bloss ein Teil des Gebotes wird bedient) kann nur das marginale Gebot erfahren. Die Zuteilung erfolgt jedoch nicht zu einem einheitlichen Satz. Vielmehr wird jede Bank mit dem von ihr gebotenen Zins bedient. – Die EZB wendet dieses Verfahren seit Ende Juli 2000 bei ihren Geschäften im Hauptrefinanzierungsgeschäft an. – Siehe Überzeichnung, Zuteilungsverfahren, holländisches. – Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Juli 2004, S. 58 ff.

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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