Zinsrisiko (interest risk)
Risiko, das aus Bewegungen des Marktzinssatzes erwächst, und das zu Schwankungen (Oszillationen; oscillations: movements above and below a mean value) im Wert eines Finanzinstruments führt. Dabei kann man unterscheiden zwischen einem – Cashflow-Risiko (cash-flow risk): der Zinsaufwand bzw. Zinsertrag verändert sich bei variabel verzinslichen (variable interest bearing) Titeln zum Nachteil des Besitzers und – Barwert-Risiko (cash value risk) bei fest verzinslichen Finanzinstrumenten.– Bei Banken allfällige Verluste durch die Umwandlung kurzfristiger Depositen in langfristige Kredite oder in festverzinsliche langfristige Schuldtitel. Bei steigenden Kurzfristzinsen erhöhen sich so die Finanzierungskosten der Banken, während ihre Zinseinkünfte unverändert bleiben, zumindest sofern Festzinsen (fixed-rate interest) vereinbart wurden. – Bei einem Rollover-Kredit die Gefahr, dass durch steigende Zinsen im Zuge der jeweiligen Anpassungs-Termine das Darlehn ungewöhnlich teuer und ein damit finanziertes Vorhaben aus diesem Grund unter Umständen verlustreich wird. – Siehe Absicherung, Aktiva-Passiva-Ausschuss, Cash Flow Hedge, Contingent Swap, Informationsblätter für Finanzinstrumente, Kredit, kurzfristiger, Kredittermingeschäft, Kreditzusage, konditionsfixierende, Laufzeitprämie, Liquiditätsprämie, Zinsbindung, Zinsgleitklausel, Zinsoption, Zinsswap. – Vgl. Jahresbericht 2004 der BaFin, S. 89.
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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