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Wundersame Beschützung in Schaffhausen

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Wundersame Beschützung in Schaffhausen

durch den vielseitigen, lebenserfahrenen und bis anhin unvergessenen Herrn

Johann Heinrich Jung-Stilling (1740–1817),
der Weltweisheit und Arzneikunde Doktor,
seit 1785 Kurpfälzischer, durch Rechtsnachfolge ab 1803 Badischer Hofrat,
durch Verleihung ab 1808 Grossherzoglich Badischer Geheimer Hofrat

lebzeitig bis 1803 Professor für ökonomische Wissenschaften an der Universität Marburg/Lahn, dortselbst auch Lehrbeauftragter für operative Augenheilkunde an der Medizinischen Fakultät; davor bis 1787 Professor für Angewandte Ökonomik – unter Einschluss der Tiermedizin – an der Universität Heidelberg und vordem seit 1778 mit gleicher Bestellung an der Kameral Hohen Schule zu Kaiserslautern;

ehedem Gründungsmitglied der Geschlossenen Lesegesellschaft zu Elberfeld, dort auch Arzt für Allgemeinmedizin, Geburtshilfe, Augenleiden und ab 1775 staatlich bestellter Brunnenarzt sowie Lehrender in Physiologie; der Kurpfälzischen ökonomischen Gesellschaft in Heidelberg, der Königlichen Sozietät der Wissenschaften in Frankfurt/Oder, der Kurfürstlichen deutschen Gesellschaft in Mannheim, der Gesellschaft des Ackerbaues und der Künste in Kassel, der Leipziger ökonomischen Sozietät sowie seit 1781 bis zum Verbot der Geheimgesellschaften im Jahr 1784 im damaligen kurpfälzisch-bayrischen Herrschaftsgebiet auch der erlauchten
Loge \“Karl August zu den drei flammenden Herzen\“ in Kaiserslautern Mitglied

In gehorsamer Vollziehung des Geheisses von Engel Siona in eifervollem Bestreben niedergeschrieben, unter Anwünschung wohlgedeihlichen Gelingens sowie beständiger gÖttlicher Verwahrung und getreuen englischen Schutzes öffentlich bekannt gemacht und zum Downloaden für jedermann ins Internet gestellt

durch

Christlieb Himmelfroh
Lichthausen, Grafschaft Leisenburg*

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Markus-Gilde e. V., Siegen

Copyright 2004, 2012 by Markus-Gilde, Postfach 10 04 33, 57004 Siegen (Deutschland). Die gewerbliche Verwertung des nachstehenden Textes bedarf der schriftlichen Einwilligung des Copyright-Inhabers.
Mailto: merk@vwl.wiwi.uni-siegen.de


Fahrt mit dem öffentlichen Autocar


Ich sah das Halte-Schild allschon,
Das zeigte mir die Bus-Station,
Zu der ich hinzukommen eilte,
Nachdem ich zu Schaffhausen1 weilte.

Erreichen wollte ich den Bus,
Der Richtung Hallau2 fahren muss.
Es war ein früher Wintertag;
Seit Mittag etwas Schnee schon lag.


Bewegungsunfähigkeit überkommt mich


Auf einmal lahmten meine Beine.
Sie fühlten sich, als hingen Steine
Am Unterschenkel nächst dem Knie;
Kein Schritt mir vorwärts mehr gedieh!

Erschreckt, bestürzt stand so ich da,
Als jetzt den Bus ich kommen sah.
Es stiegen sechs, acht Leute ein,
Derweil ich stand am Fleck in Pein.


Lähmung der Beine verliert sich nach Abfahrt des Cars


Just war der Car nun angefahren,
Da musste ich erstaunt gewahren,
Dass sich die Lähmung jäh verlor:
Ich konnte gehen wie zuvor!

Verärgert war ich, da ich nun
Erfolglos musste Zeit vertun
Mit Warten, bis der nächste Bus
An diesem Halt erscheinen muss.


Johann Heinrich Jung-Stilling erscheint


Als drum den Fahrplan ich studierte,
Die nächste Abfahrts-Zeit fixierte,
Da kam in Pelz und Winterschuh
Jung-Stilling3 lächelnd auf mich zu!

\“Mein Stillings-Freund4\“, sprach er zu mir,
\“Der Bus den wolltet nehmen ihr,
Ist auf dem Neuschnee ausgeglitten:
Verletzung manche drin erlitten.

Ich habe vorhin euch gelähmt,
Damit ihr keinen Schaden nähmt.
Ihr solltet drum mir dankbar sein
Und nicht so brummig blicken drein!\“


Der vorgesehene Car war verunfallt


Als grad ich Dankes-Wort erwog,
Sich Stilling meinem Blick entzog.
Der Platz, an dem er stand vorher,
War unversehens rundum leer.

Ich hörte diesen Abend dann,
Dass knapp ich dem Spital entrann:
Der Bus fuhr einer Planke auf,
Ein Camion5 rammte ihn darauf.


Engel Siona bittet um Bekanntgabe der Vorkommnisse


Des nächsten Tages trat mir nah
Jung-Stillings Engel Siona.6
Er reichte freundlich mir die Hand,
Die ich als drall und warm empfand.

\“Herr Christlieb\“, sagte er zu mir,
\“Man bittet eindringlich, dass ihr
Teilt mit getreulich jedermann,
Wie Stilling auch zu helfen sann.

Stellt bitte den Bericht komplett
Dann öffentlich ins Internet.
Die Menschen ringsum mögen wissen,
Wie Stilling half euch so beflissen.

Es soll euch aber nicht verdriessen,
Wenn wieder welche auf euch schiessen
Und schimpfen auf die Spinnerei,
Gar zählen euch den Irren bei.

Sie kennen halt das Diesseits nur,
Vom Jenseits aber keine Spur.
Bleibt ihr in wacher Offenheit.
Gelobt sie GOtt in Ewigkeit!\“

Als Siona zu Ende sprach,
Verschwamm der Sicht er allgemach.
Die Stelle war nach kurzem leer,
Wo Siona noch stand vorher.


Trotz erwarteten Lästergespeis ins Internet gestellt


Ich tat, was mir geheissen war.
Hier biete den Bericht ich dar
Für alle, die noch glauben können
Und Zeit sich auch zum Lesen gönnen.

Ihr Lästerer: reicht eure Wut,
Den Groll, den Grimm, die Zorneswut
Von mir aus hässig Christlieb da,
Doch kränkt nicht Engel Siona.


Anmerkungen, Hinweise und Quellen


* Grafschaft Leisenburg = bei Jung-Stilling das ehemalige Fürstentum Nassau-Siegen (mit der Hauptstadt Siegen); –  durch Erbfolge ab 1743 Teil der Nassau-Oranischen Lande (mit Regierungssitz in Dillenburg, heute Stadt im Bundesland Hessen); –  im Zuge der territorialen Neuordnung Deutschlands durch den Wiener Kongress ab 1815 Bezirk in der preussischen Provinz Westfalen (mit der Provinzhauptstadt Münster); –  nach dem Zweiten Weltkrieg von 1946 an bis heute Bestandteil im Kreis Siegen-Wittgenstein des Regierungsbezirks Arnsberg im Bundesland Nordrhein-Westfalen in der Bundesrepublik Deutschland (mit der Landeshauptstadt Düsseldorf).

Siehe zu dieser Landschaft allgemein Karl Friedrich Schenck: Statistik des vormaligen Fürstenthums Siegen. Siegen (Vorländer) 1820, Reprint Kreuztal (verlag die wielandschmiede) 1981 Theodor Kraus: Das Siegerland. Eine Industriegebiet im Rheinischen Schiefergebirge, 2. Auf. Godesberg (Bundesforschungsanstalt für Landeskunde und Raumordnung) 1969 mit weitläufigem Verzeichnis bezüglicher Literatur auf S. 137 ff., aber leider auch in der Zweitauflage ohne Register sowie Franz Petri, Otto Lucas, Peter Schöller: Das Siegerland. Geschichte, Struktur und Funktionen. Münster (Aschendorff) 1955 (Veröffentlichungen des Provinzialinstituts für Westfälische Landes- und Volkskunde, Reihe I, Heft 8) und zur durch das Erlöschen des Bergbaus eingeleiteten Umschichtung auf fast allen Gebieten die statistische gut belegte Studie von Ulrich Haas: Wandlungen der wirtschafts- und sozialgeographischen Struktur des Siegerlandes im zweiten Viertel des 20. Jahrhunderts. Remagen (Bundesanstalt für Landeskunde) 1958 (mit ausführlichem Literaturverzeichnis S. 83 ff.).

Lichthausen = bei Jung-Stilling die ehemalige selbständige, durch den Bergbau geprägte Gemeinde Littfeld im vormaligen Fürstentum Nassau-Siegen; seit 1. Januar 1969 Teil der Stadt Kreuztal im Kreis Siegen-Wittgenstein. Durchflossen wird der Ort von der rund 13 Kilometer langen Littfe, einem wasserreichen Zufluss in den rund 24 Kilometer langen Ferndorfbach, der seinerseits ein rechten Nebenfluss der Sieg ist und im Zentrum von Siegen-Weidenau in die Sieg mündet. – Der Name Littfe und daher Littfeld leitet sich ab aus dem keltischen Wort \“Let\“ für \“Lehm\“. Die in vielen Gewässernamen der Gegend vorzufindende Endsilbe \“-phe\“ ist die sprachlich abgeschliffene Form von \“apha“ = der Bach.

Aus Littfeld kam die Mutter Johanna Dorothea Fischer (1717-1742) von Jung-Stilling; dort wirkte auch sein Patenonkel Johann Heinrich Jung.

Im wirtschaftsgeschichtlich in vieler Hinsicht bemerkenswerten Siegerland ist der hochintelligente und vielseitig begabte Jung-Stilling (siehe Anmerkung 3) geboren, herangewachsen und dort hat auch seine ersten beruflichen Erfahrungen als Köhlergehilfe, Schneider, Knopfmacher, Vermessungs-Assistent, Landarbeiter, Dorfschulmeister und Privatlehrer gesammelt.

1 Schaffhausen = Hauptstadt des gleichnamigen Schweizer Kantons, am Hochrhein gelegen mit um die 40 000 Bewohner. – (Auto)Car = im Binnendeutschen: (Omni)Bus. – Jung-Stilling weilte zu Lebzeiten wiederholt in Schaffhausen. Er war dort mit der Familie Kirchhofer eng befreundet und heilte in Schaffhausen Augenkranke. – Siehe auch <http://www.uni-siegen.de/fb5/merk/stilling> und dort die Datei \“Melchior Kirchhofer\“.

2 Hallau = Nördlich des Rheins im Kanton Schaffhausen gelegene Gemeinde; das grösste Weinbaudorf der Deutschschweiz, eingebettet in weitläufige Rebberge. – Siehe Hermann Wanner et al. (Hrsg.): Geschichte von Hallau. Aufzeichnung der einzigartigen Geschichte des Dorfes im Verlauf der Jahrhunderte. Hallau (Gemeinde Hallau) 1991 sowie zur baugeschichtlich wichtigen Mauritius-Kirche Gemeinde Hallau (Hrsg.): Die Geschichte der Hallauer Dorfkirche St. Moritz und deren Umbau. Hallau (Gemeinde Hallau) 1984.

3 Johann Heinrich Jung-Stilling (1740–1817), der Weltweisheit (Philosophie [Universität Heidelberg, ehrenhalber 1786]) und Arzneigelehrtheit (Medizin [Universität Strassburg, Promotion 1772]) Doktor. – Siehe kurz zusammenfassend Gustav Adolf Benrath: Artikel \“Jung-Stilling, Johann Heinrich\“, in: Theologische Realenzyklopädie, Bd. 17. Berlin, New York (Walter de Gruyter) 1987, S. 467 ff. sowie Johann Heinrich Jung-Stilling: Lebensgeschichte. Vollständige Ausgabe, hrsg. von Gustav Adolf Benrath, 3. Aufl. Darmstadt (Wissenschaftliche Buchgesellschaft) 1992, S. IX–XXXI (Einleitung). – Jung-Stilling wurde in der letzten Zeit wiederholt auf Erden gesehen.

(a) Siehe Grundsätzliches zum Wiedereintritt Verstorbener in diese Welt Johann Heinrich Jung-Stilling: Theorie der Geister=Kunde, in einer Natur= Vernunft= und Bibelmäsigen (so!) Beantwortung der Frage: Was von Ahnungen, Gesichten und Geistererscheinungen geglaubt und nicht geglaubt werden müße (so, also mit Eszett). Nürnberg (Raw’sche Buchhandlung) 1808 (Reprint Leipzig [Zentralantiquariat der DDR] 1987 und öfters), S. 220 ff.

(b) Die \“Theorie der Geister=Kunde\“ von Jung-Stilling wurde seither bis in unsere Tage in vielen Ausgaben veröffentlicht und auch –  1812 ins Schwedische (veranlasst durch Prinz Karl von Hessen-Kassel [1744–1836], mit dem Jung-Stilling zu jener Zeit in enger Verbindung stand); –  1814 ins Niederländische (durch Joan Petrus Kleyn [1760–1805]), –  1834 ins Englische (durch Samuel Jackson aus Tulse Hill, heute Stadtteil von London) sowie –  1851 ins Amerikanische (durch Pfarrer George Bush) und –  1862 auch ins Französische (wahrscheinlich durch Pfarrer Gustave-Adolphe Rosselet aus Cortaillod im Kanton Neuenburg) übersetzt. – Für die deutschsprachigen Leser in den Vereinigten Staaten kam 1816 eine Ausgabe bei dem Verleger Heinrich B. Sage in Reading, Pennsylvania heraus; Jung-Stilling hatte dort eine ansehnliche Lesergemeinde, und Sage brachte auch andere Werke von Jung-Stilling dort zum Druck. – Siehe hierzu und zur Jung-Stilling-Literatur gesamthaft die Zusammenstellung bei Klaus Pfeifer: Jung-Stilling-Bibliographie Siegen (J. G. Herder-Bibliothek) 1993 (Schriften der J. G. Herder-Bibliothek Siegerland, Bd. 28).

(c) Vgl. zu Themenkreis der \“Theorie der Geister=Kunde\“ auch Johann Heinrich Jung-Stilling: Geister, Gespenster und Hades. Wahre und falsche Ansichten, hrsg. und eingel. von Gerhard Merk. Siegen (Jung-Stilling-Gesellschaft) 1993 (Jung-Stilling-Studien, Bd. 2) sowie Martin Landmann: Ahnungen, Visionen und Geistererscheinungen nach Jung-Stilling. Eine ausdeutende Untersuchung. Siegen (Jung-Stilling-Gesellschaft) 1995. –Diese Natürliches vom Übernatürlichen trennende Schrift ist auch als Download-File kostenlos bei der Adresse <http://www.uni-siegen.de/fb5/merk/stilling> abrufbar.

(d) Siehe in diesem Zusammenhang die entsprechenden Erscheinungs-Berichte (soweit diese im Druck erschienen bzw. veröffentlicht sind) bei –  Treugott Stillingsfreund: Erscheinungen im Siegerland. Kreuztal (verlag die wielandschmiede) 1987, –  S. 12 (zu Siegen, wo Jung-Stilling als junger Mann bei dortigen Unterbehörden mehrfach zu tun hatte), –  S. 18 (zu Frankfurt am Main, wo Jung-Stilling zu Lebzeiten öfters weilte und dort Augenkranke operierte), –  S. 34 (zu Marburg an der Lahn, wo Jung-Stilling von 1787 bis 1803 als Lehrer für Ökonomik wirkte, daneben aber auch ophthalmologische Lehrveranstaltungen an der medizinischen Fakultät abhielt), –  S. 41 (zu Hilchenbach-Müsen im heutigen Kreis Siegen-Wittgenstein des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen; Jung-Stilling besuchte in Hilchenbach von Michaeli (= 29. VIIber) 1750 bis Michaeli 1755 die Lateinschule), –  S. 48 (im Zentrum der Stadt Siegen), –  S. 88 (zu Rom in recht verzweifelter und äusserst beschämender Lage).

(e) Weitere Nachrichten finden sich bei –  Gotthold Untermschloß: Begegnungen mit Johann Heinrich Jung-Stilling. Siegen (Kalliope Verlag) 1988,–  S. 9 (zu Wuppertal, dort praktizierte Jung-Stilling zu Lebzeiten sieben Jahre als Arzt, Geburtshelfer und Augenarzt im heutigen Stadtteil Elberfeld), –  S. 16 (zu Heidelberg, allwo Jung-Stilling von 1784 bis 1787 als Professor an der Universität lehrte, und wo er später noch einmal von 1803 bis 1806 wohnte), –  S. 22 (zu Braunschweig, wo Jung-Stilling zu seiner Zeit hienieden 1801 weilte und mehrere Augen-Operationen vornahm), –  S. 31 (zu Lausanne am Genfer See), –  S. 40 (zu Salzburg), –  S. 50 (zu Lahr, wo der mit Stilling bekannte Oberamtsrat Bausch wohnte, der auch dessen Tochter Caroline [1787–1821, aus zweiter Ehe] 1808 als Feriengast aufnahm), –  S. 56 (zu Burgdorf im Kanton Bern, wo Jung-Stilling auf drei Reisen Starblinde operierte), –  S. 79 (zu Mannheim, wo Jung-Stilling zu seiner irdischen Zeit den regierenden Kurfürsten Karl Theodor von Pfalz-Bayern, den Statthalter der Kurpfalz Franz Albert von Oberndorff sowie einige einflussreiche Hofbeamte persönlich kannte, und wo er Mitglied der [literarischen] \“Teutschen Gesellschaft\“ war; auch seine Tochter Amalie [1796–1860] wirkte in Mannheim als Schulleiterin; siehe unbekannte Verfasserin: Amalie Jung und das Großherzogliche Fräulein=Institut in Mannheim. Ein Lebens= und Charakter=Bild. Weimar [Böhlau] 1873; schliesslich war sein erstgeborener Enkel Wilhelm Heinrich Elias Schwarz Stadtpfarrer in Mannheim), –  S. 90 (im Herzen der alten Reichshauptstadt Wien), –  S. 101 (zu Stuttgart, wo Jung-Stilling zu Lebzeiten 1801 und 1802 Augenkranke operierte und zahlreiche Freunde hatte), und auch an anderen Orten, sowie bei –  Glaubrecht Andersieg: Allerhand vom Siegerland. Siegen (Höpner Verlag) 1989, –  S. 41 (auf einem Wanderweg im Siegerland), –  S. 188 (zu Neunkirchen/Siegerland).

(f) Erscheinungs-Rapporte sind fernerhin aufgezeichnet bei –  Christlieb Himmelfroh: Jung-Stilling belehrt. Kirchhundem (AK-Verlag) 1991, –  S. 11 (zu Siegen), –  S. 75 (zu Kreuztal-Krombach am Grabe von Jung-Stillings Patenonkel, dem fürstlich-oranischen Oberbergmeister Johann Heinrich Jung [1711–1786], der prägend auf ihn einwirkte; siehe hierzu Gerhard Merk: Oberbergmeister Johann Heinrich Jung. Ein Lebensbild. Kreuztal [verlag die wielandschmiede] 1989), –  S. 100 (an einem Autobahn-Rastplatz), –  S. 117 (zu Berlin), –  S. 134 (zu Essen), –  S. 146 (zu Wien) und –  S. 158 (zu Marburg an der Lahn) sowie bei —  Haltaus Unverzagt: Hat Jung-Stilling Recht? Protokolle nachtodlicher Belehrungen. Siegen (Jung-Stilling-Gesellschaft) 1993 (Jung-Stilling-Schriften, Bd. 2), –  S. 7 (im Hochgebirge), –  S. 47 (zu Leipzig, wo Jung-Stilling zu Lebzeiten 1803 und 1804 auf Operationsreisen weilte), –  S. 91 (im Eisenbahnzug); der Text dieser drei Belehrungen ist zum freien Download eingestellt bei der Adresse <http://www.uni-siegen.de/fb5/merk/stilling>

(g) Weitere veröffentlichte Niederschriften von neueren Gesprächen mit Jung-Stilling kann man unter anderem lesen bei –  Gotthold Untermschloß: Von Leistung, Mühe und Entgelt in dieser unsrer Arbeitswelt. Siegen (Jung-Stilling-Gesellschaft) 1993, bei Frommherz Siegmann: Das Herzstück richtiger Wirtschaftslehre. Eine nachtodliche Unterweisung von Johann Heinrich Jung-Stilling. Siegen (Jung-Stilling-Gesellschaft) 1994, bei –  Glaubrecht Andersieg: Vom Sinn des Leides. Eine nachtodliche Belehrung von Johann Heinrich Jung-Stilling. Siegen (Jung-Stilling-Gesellschaft) 1995 (Erscheinung im Zug von Basel nach Frankfurt am Main).

(h) Schliesslich sei hingewiesen auf –  Treugott Stillingsfreund: Zur Verschuldung der Entwicklungsländer. Ein Gespräch zwischen Johann Heinrich Jung-Stilling und Treugott Stillingsfreund vom Frühjahr 1987, 2. Aufl. Siegen (Jung-Stilling-Gesellschaft) 1995 (Begegnung im Zug von Köln nach Trier; Broschüre, nicht im Buchhandel; als Download-File unentgeltlich unter der Adresse <http://www.uni-siegen.de/fb5/merk/stilling> abrufbar), –  Freimund Biederwacker: Springflut der Lügengeister? Illic (Siona-Verlag) 1991 (an der Autobahn nahe Siegen; Broschüre, nicht im Buchhandel) sowie –  Treugott Stillingsfreund: Teuflisches Wirken heute. Zur Definition der Ungüter. Zwei nachtodliche Gespräche mit Hofrat Johann Heinrich Jung-Stilling. Siegen (Jung-Stilling-Gesellschaft) 1995 (Zusammentreffen in Olpe/Biggesee und in der Altstadt von Bern; Broschüre, nicht im Buchhandel).

(i) Letzthin erschien aus der Feder von – Freimund Biederwacker: Vom folgenschweren Auto-Wahn. Protokoll einer nachtodlichen Belehrung von Johann Heinrich Jung-Stilling. Siegen (Jung-Stilling-Gesellschaft) 1996. Dieses Protokoll (sowie einige weitere Erscheinungs-Berichte) sind auch als Download-Files kostenlos abrufbar unter der Adresse <http://www.uni-siegen.de/fb5/merk/stilling> —  Ganz aktuell berichtet über eine nachtodliche Begegnung in einem Spital auch Liebmunde Kirchentreu: Johann Heinrich Jung-Stilling und der Agnostizismus. Siegen (Jung-Stilling-Gesellschaft) 1999. Darin wird die (zumindest anfängliche) Begeisterung von Jung-Stilling für die Lehren des Philosophen Immanuel Kant kritisch hinterfragt. —  Schlussendlich kam in gleichen Verlag 2000 die Schrift \“Wundersame Begegnung an der Sal\“ heraus, in welcher Jung-Stilling \“sein innigliches Wohlgefallen ob der ämsigen Sorge um das fruchtbare Erspriessen des Andenkens an Stilling zum Ausdruck bringt, dem mit behendigster Geflissenheit und mitan unter grosser Beifreude der Stillings-Freunde nieden und droben sein Nachfahre, Herr Bundesminister a. D. Dr. Dr. h. c. Christian Schwarz-Schilling in absichtsmässiger Benehmung sowie zu gemeinen Nutzens Zweck beförderlichen Vorschub leistet und darob allenthalben innige Befrohlockung auslöste.\“ Als Vermittler dieser Botschaft zeichnet Bleibfest Stillingtreu.

(j) Neuere Literatur von und über Johann Heinrich Jung-Stilling ist auch kurz kommentierend aufgezählt bei Erich Mertens: Jung-Stilling-Renaissance, in: Die Neue Ordnung, Bd. 47 (1993), S. 59 ff. – Siehe auch die Fortsetzung sowie viele weitere nützliche Informationen und wichtige Literaturhinweise durch den Verfasser bei der Adresse <http://www.jung-stilling-forschung.de>

4 Stillings-Freund meint zunächst –  Gönner und Förderer von Jung-Stilling und später dann –  Verehrer oder –  zumindest dem Autor gegenüber wohlwollender Leser der Schriften von Jung-Stilling. Der Begriff wurde in diesen Bedeutungen von ihm selbst eingeführt, er schliesst in jedem Falle auch die weibliche Form ein. – Siehe Johann Heinrich Jung-Stilling: Lebensgeschichte (Anm. 1), S. 213, S. 441, S. 513, S. 566.

Auf der anderen Seite gibt es aber auch \“Stillings-Feinde\“, siehe ebendort S. 316 sowie die Jung-Stilling gesamthaft und im einzelnen auf verkennende, mit einer Überfülle sachlicher Fehler und falscher Werturteile (nebenbei: es gibt wissenschaftstheoretisch gesehen durchaus \“richtige\“ Werturteile!; siehe hierzu vertiefend Gerhard Merk: Grundbegriffe der Erkenntnislehre für Ökonomen. Berlin (Duncker & Humblot) 1985, S. 55 ff.] durchsetze Studie von Hans R. G. Günther: Jung-Stilling. Ein Beitrag zur Psychologie des Pietismus, 2. Aufl. München (Federmann) 1948 (Ernst Reinhardt Bücherreihe).

5 Camion = die in der Schweiz gebräuchliche Benennung des langatmigen, umständlichen binnendeutschen Wortes \“Last-Kraftwagen\“; dort aber auch nur selten so gesprochen, sondern in der Regel sowohl beim Sprechen als auch beim Schreiben mit \“Lkw\“ abgekürzt.

6 Schutzengel von Johann Heinrich Jung-Stilling. Er zeigte sich diesem zu dessen irdischer Zeit, nahm ihn von dort ins Jenseits mit und schrieb auch für ihn. – Siehe Heinrich Jung-Stilling: Szenen aus dem Geisterreich, 7. Aufl. Bietigheim (Karl Rohm Verlag) 1999, S. 220 ff. (S. 279: \“Siona hat mir Lavaters Verklärung in die Feder diktiert\“).

(a) Der Name Siona bedeutet letztlich \“die Himmlische\“ (siehe die genauere, weitläufige Erklärung dieses Namens bei Philipp Paul Merz: THESAURI BIBLICI PARS SECUNDA, NEMPE ONOMASTICON BIBLICUM SEU INDEX AC DICTIONARIUM HISTORICO-ETYMOLOGICUM. Augsburg [Veith] 1738, S. 1161 ff. [bis heute kaum übertroffenes Standardwerk, das viele Nachdrucke und Übersetzungen erfuhr] oder auch bei Petrus Ravanellus: BIBLIOTHECA SACRA, SEU THESAURUS SCRIPTURAE CANONICAE AMPLISSIMUS, Bd. 2. Genf [Chouët], S. 627 [ein gleichfalls bewährtes Werk]); und Jung-Stilling fasst den Engel als weiblich auf

(b) Er spricht Siona an als –  \“unaussprechlich erhabene Tochter der Ewigkeit\“ (Szenen aus dem Geisterreich, S. 219), –  \“göttliche Freundin\“ (ebenda, S. 223), dankt der –  \“erhabenen Dolmetscherin\“ (ebenda, S. 241), die ihm –  oft ungesehen als Engel immer liebvoll zur Seite ist\“ (Johann Heinrich Jung-Stilling: Chrysäon oder das goldene Zeitalter in vier Gesängen. Nürnberg [Raw’sche Buchhandlung] 1818, 1. Gesang, Versabschnitt 3), –  den Gedankengang leitet (Szenen aus dem Geisterreich, S. 282), aber –  auch vom Jenseits berichtet (Szenen aus dem Geisterreich, S. 308) und

 Jung-Stilling (der im Chrysäon Selmar heisst) auf einer \“Himmels-Leiter\“ zum Sehen führt (Chrysäon, Prolog, Versabschnitt 2; siehe auch Versabschnitt 8) sowie –  zu seiner verstorbenen Tochter Elisabeth (Lisette, 1786-1802) und zu deren Mutter (Jung-Stillings zweiter Ehefrau Selma von St. George, 1760-1790) geleitet (Chrysäon, 4. Gesang, Versabschnitt 2 ff.), –  ihn aber auch von himmlischen Höhen \“in müdes Weltgewühle\“ zurückbringt (Chrysäon, 3. Gesang, Versabschnitt 87).

(c) Siehe zum Verständnis der Engel im religiösen Denken von Jung-Stilling auch Gerhard Merk (Hrsg.): Jung-Stilling-Lexikon Religion. Kreuztal (verlag die wielandschmiede) 1988, S. XX f., S. 30 ff. sowie Gotthold Untermschloß: Vom Handeln im Diesseits und von Wesen im Jenseits. Siegen (Jung-Stilling-Gesellschaft) 1995, S. 16 ff.; als Download-File unter <http://www.uni-siegen.de/fb5/merk/stilling> abrufbar — Vgl. zum Grundsätzlichen auch Paola Giovetti: Engel, die unsichtbaren Helfer der Menschen, 8. Aufl. Kreuzlingen, München (Hugendubel) 2003 sowie im Internet die Adresse <http://www.himmelsboten.de>


1. The church’s one foundation
is Jesus Christ her Lord;
she is his new creation
by water and the Word.
From heaven he came and sought her
to be his holy bride;
with his own blood he bought her,
and for her life he died.

2. Elect from every nation,
yet one o’er all the earth;
her charter of salvation,
one Lord, one faith, one birth;
one holy name she blesses,
partakes one holy food,
and to one hope she presses,
with every grace endued.

3. Though with a scornful wonder
we see her sore oppressed,
by schisms rent asunder,
by heresies distressed,
yet saints their watch are keeping;
their cry goes up, \“How long?\“
And soon the night of weeping
shall be the morn of song.

4. Mid toil and tribulation,
and tumult of her war,
she waits the consummation
of peace forevermore;
till, with the vision glorious,
her longing eyes are blest,
and the great church victorious
shall be the church at rest.
Samuel John Stone (1839-1900)



Über Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk

Gerhard Merk (* 8. Mai 1931 in Mannheim) ist ein deutscher Wirtschaftswissenschaftler, Sozialethiker und Lehrbuchautor.

  • 1931 Geboren in Mannheim
  • 1955 Diplom-Volkswirt, Universität Heidelberg
  • 1956 Diplom-Handelslehrer, Universität Mannheim
  • 1957 Dr.rer.pol., Universität Heidelberg (Thema der Dissertation: „Die Investitionsfunktion“)
  • 1958 Konzernleitung Fried. Krupp, Essen, Zentralabteilung Verkauf, Fachabteilung Marktforschung
  • 1964 Dozent an der Staatlichen Höheren Wirtschaftsfachschule, Siegen
  • 1972 Professor an der Universität Siegen
  • 1996 Pensionierung; weiterhin in Lehre und Forschung an der Universität ohne Bezahlung tätig.

Verheiratet seit 1964 mit Dr.rer.nat. Martha Merk-Jansen, Apothekerin aus Aachen, verstorben am 30. Juni 2010.

Zwei Kinder: Irene (Diplom-Physikerin, Diplom-Informatikerin, Dr.rer.nat.), Judith (Industriekauffrau, Diplom-Kauffrau).

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