Vertrauens-Schock (collapse of confidence)
Das Fehlverhalten einzelner Unternehmen in einem Währungsgebiet führt dazu, dass die Anleger allgemeine Zweifel hinsichtlich der Glaubwürdigkeit von Vorständen, Wirtschaftsprüfern und Banken hegen, und sie sich in andere Anlageformen – vor allem festverzinsliche Staatsanleihen sowie in den Kauf von Edelmetallen – zurückziehen. – Empirisch wurde dies immer wieder beobachtet; so im Jahr 2002 in den USA anlässlich der Skandale bei Enron und WorldCom, die vorgetäuschte Gewinne statt der tatsächlich eingetretenen Milliarden-Verluste in ihren Bilanzen auswiesen; dann 2007 angesichts der Subprime-Krise, die sich gar zu einer weltweiten Finanzkrise ausweitete, und die erst durch nachhaltige Stützungsmassnahmen der Regierungen vieler Länder der Welt begrenzt werden konnte, und schliesslich gelegentlich der Staatsschuldenkrise. – Siehe Bilanz-Skandal, Börsenkrach, Corporate Governance, Crash, Garantiefonds, Panik, Risikowahrnehmung, Rückwirkungen, systeminhärente, Run, Sarbanes-Oxley Act, Sell Out, Terror-Schock, Verschuldungs-Koeffizient. – Vgl. Monatsbericht der EZB vom Mai 2005, S. 93 ff., Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom September 2005, S. 66 (Einwirkung auf den Dax).
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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