Synergiepotentiale (synergetic potentials)
Wenn nicht anders definiert die möglichen Gelegenheiten zur Minderung der Kosten mit Hilfe von Fusionen und Übernahmen. – Bei Fusionen und Übernahmen im Finanzsektor müssen zufolge einer Faustformel mindestens achtzig Prozent der möglichen Einsparungen auf allen Ebenen im ersten Jahr des Zusammenschlusses erreicht sein. In den allerwenigsten Fällen trat dies jedoch bei grösseren Fusionen bis anhin ein. Hingegen gibt es Fälle genug, wo nach einer Verschmelzung von Banken die Kosten sogar stark anschwollen. Man spricht in solchen Fällen auch von negativer Synergie oder Anergie (anergy: instead of a “2+2=5” effect, anergy implies “2+2=3”). – Siehe Allianzen, grenzüberschreitende, Bankbetriebsgrösse, optimale, Bankfusionen, Behauptungs-Strategie, Bestreitbarkeit, Gibrat-Regel, Gigabank, GrössenEffekte, Konsolidierung, Megamanie, Octopus, Penrose-Theorem, Subsidiaritätsprinzip, Totholz, Transaktionsbonus, Übernahme-Angebot. – Vgl. Monatsbericht der EZB vom Mai 2005, S. 83 ff.
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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