Spekulation, destruktive (destructive speculation)

Die immer wieder vorgetragene Behauptung, Spekulanten würden Papiere oder gar ganze Staaten durch ihre Entscheidungen in Zwangslagen bringen. – Hier wird leicht erkennbar die Ursache mit der Wirkung verwechselt. Wenn Spekulanten auf ungünstige Gegebenheiten in einem Unternehmen oder in einem Staat ansprechen, dann sollten diese nachteiligen Umstände abgeändert und richtiggestellt werden. Tatsache ist, dass Spekulanten oft genug Besserungen erzwungen haben, die Vorständen von Firmen und Politikern jahrelang hintangesetzt haben. Als Beispiel gilt Griechenland, dessen Bewegung zum Staatsbankrott 2010 von den Behörden der EU jahrelang kaum gerügt wurde. Erst als die Risikoprämien für griechische Staatsanleihen beunruhigende Grössen erreichten, kam Bewegung in die Sanierung der Staatsfinanzen Griechenlands. – Siehe Aufkäufe, zentralbankliche, Bail-out, SorosSpekulation, Staatsverschuldung, Verfassungsartikel ein, Wettbewerbsfähigkeit, Wirkungen.

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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