Sparquote (propensity to save)
Das Verhältnis des Sparens zum Einkommen, in der Regel nur auf die Privathaushalte bezogen. – Die Erfahrung zeigt, dass mit steigendem Einkommen und unter der Voraussetzung von – Preisstabilität, – unveränderten Erwartungen, – gleichbleibender Steuerbelastung, – wertbeständiger Vermögenslage (assets will hold their value; der Marktpreis des Portfolios in Wertpapieren und anderen Anlagegegenständen ändert sich nicht) und – feststehenden Kauf-Gewohnheiten (constant preferences; konstantem Präferenzen-Gefüge) mehr gespart und damit weniger verbraucht wird; der Grenzhang zum Sparen (marginal rate of savings; die marginale Sparquote: das Mehr an Sparen bei einer Erhöhung des Einkommens um 1 GE) steigt an. – Siehe Entsparen, Geldschnitt, Inflation, Sparen, Sparwut, Staatsverschuldung, konsummindernde. – Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom September 2007, S. 41 ff. (Konsum und Sparen in Deutschland seit 1991; viele Übersichten), Monatsbericht der EZB vom Dezember 2009, S. 76 ff. (Sparquote der Privathaushalte seit 2000; Übersichten), Geschäftsbericht 2009 der Deutschen Bundesbank, S. 19 (Übersicht Sparquote in den USA), Jahresbericht 2010 der EZB, S. 70 ff. (Sparverhalten der Privathaushalte im Eurogebiet seit 2000; Übersichten).
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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