Selbstfinanzierung, Innenfinanzierung und endogene Finanzierung (self-financing, inhouse-financing, internal financing, auto-financing)
Allgemein in einem Unternehmen die Anhäufung von Geld, das durch eigene Wirtschaftstätigkeit aufgebracht wurde. In der Regel sind nicht ausgeschüttete Gewinne die Quelle der Selbstfinanzierung. Daneben fliessen auch aus dem Verkauf von Vermögenswerten – wie etwa Unternehmensteilen: Desinvestition; disinvestment – Mittel zu. Eine weitere Möglichkeit ist das Finanzierungsleasing. – Den zur Selbstfinanzierung in grösserem Umfang befähigten Unternehmen wächst die Möglichkeit zu, unabhängig von Banken und in der Regel auch vom Aufsichtsrat Geschäftspolitik zu betreiben. Bestritten ist, ob bei selbstfinanzierten im Vergleich zu (teil)fremdfinanzierten Unternehmen die Gefahr der Kapitalfehlleitungen (misallocation of capital) ansteigt. Wohl aber sieht man allgemein Gefahren darin, wenn die Selbstfinanzierung über längere Zeiträume hinweg aufgrund erstarrter monopolistischer oder oligopolistischer Marktstellungen bei fehlender Substitutionskonkurrenz (such as the German electricity industry; Elektrizitätswirtschaft in Deutschland) ermöglicht wird. – Siehe Abschottung, Bootstrapping, Finanzierung, Immunisierung, Kapital, internes, Nullausschüttung, Rangfolge-Theorie, Rücklagen, Wachstumsaktien, Zinsallokations-Funktion. – Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Januar 2012, S. 18 ff. (Innenfinanzierungsmöglichkeiten; empirische Daten).
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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