Realzins-Argument (real interest rate reproach)

Die Feststellung, dass im Euroraum bei gleichem nominalen Zinssatz und unterdurchschnittlicher Inflationsrate in einem Mitgliedsland – wie etwa Deutschland – der Realzinssatz für dieses Mitglied überdurchschnittlich und daher wachstumshemmend sei. – Dieser Nachteil wird jedoch dadurch ausgeglichen, dass – durch die niedrigere Inflationsrate eine Verbesserung der preislichen Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den anderen Teilnehmerstaaten entsteht und – somit ein (wahrscheinlich die Realzinserhöhung mehr als aufwiegender; probably overcompensating) realer Wachstumseffekt entspringt. – Siehe Abwertung, fiskalische, Inflationsdifferenzen, Wachstum, Wechselkurs-Effekt, realer. – Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Dezember 2008, S. 38 f. (Veränderung der preislichen Wettbewerbsfähigkeit innert der EWU-Staaten seit 1999).

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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