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Nachträgliche Heilung?

veröffentlicht am


Eine wichtige nachtodliche Bekundung zum Wesen der Zeit aus dem Munde
des hochgelehrten, lebenserfahrenen und bis anhin unvergessenen Herrn

Johann Heinrich Jung-Stilling (1740-1817),
der Weltweisheit und Arzneikunde Doktor,
seit 1785 Kurpfälzischer, durch Rechtsübergang ab 1803 Badischer Hofrat,
durch Verleihung ab 1808 Grossherzoglich Badischer Geheimer Hofrat.

Zu Lebzeiten bis 1803 ordentlicher Professor für ökonomische Wissenschaften sowie Lehrbeauftragter für operative Augenheilkunde an der Medizinischen Fakultät der Universität Marburg/Lahn; davor bis 1787 Professor für angewandte Ökonomik – mit Einschluss der Veterinärmedizin – an der Universität Heidelberg und seit 1778 mit gleichem Lehrauftrag an der Kameral Hohen Schule zu Kaiserslautern;

ehedem Gründungsmitglied der Geschlossenen Lesegesellschaft zu Elberfeld, dortselbst auch ab 1772 Arzt für Allgemeinmedizin, Geburtshilfe, Augenheilkunde und seit 1775 auch behördlich bestellter Brunnenarzt sowie Lehrender in Physiologie; der Kurpfälzischen Ökonomischen Gesellschaft in Heidelberg, der Königlichen Sozietät der Wissenschaften in Frankfurt/Oder, der Kurfürstlichen Deutschen Gesellschaft in Mannheim, der Gesellschaft des Ackerbaues und der Künste in Kassel, der Leipziger ökonomischen Sozietät sowie bis zum 1784 erlassenen Verbot aller Geheimgesellschaften im kurpfälzisch-bayrischen Herrschaftsgebiet auch der erlauchten Loge
\“Karl August zu den drei flammenden Herzen\“ in Kaiserslautern Mitglied

Bei Nachhauskunft mit behöriger Genauigkeit ohne Verweilung ämsig beflissen und gemeinen Nutzens zu Gut aufgeschrieben, hiernächst zur Erzielung dieser erhabenen Absicht durch fügliche Vorkehrungen für das Internet werkstellig gemacht, alle Leser dabei gÖttlicher Obhut und englischen Schutzes wärmstens empfehlend
von

Tubrav Immergern,
in Lichthausen, Grafschaft Leisenburg*
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Markus-Gilde, Siegen

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mailto: merk@vwl.wiwi.uni-siegen.de


Jung-Stilling zeigt sich zu Siegen (Westfalen)


Ich ging des Wegs am Kölner Tor
Und schritt die Strasse just empor.1
Noch kauften viele Leute ein;
Es war halb sechs, schon Dämmerschein.

Inmitten dieser Menschenmenge
Ich plötzlich jemanden erkenne,
Gekleidet wie zu jener Zeit,
Die gut zweihundert Jahre weit:
Kniehoher Schaftschuh, pelzverbrämt,
Mit Stiefel-Wichse eingecremt;
Ein langer Mantel, schwarz und dick,
Wie er in zu Olims Zeiten schick;
Die Knöpfe glänzend, aus Metall,
Gesäumt mit funkelndem Kristall;
Ein Halstuch, farblich helles Grau,
Verwebt mit Strängen veilchenblau.2

Er trug rechts eine Leder-Mappe
Mit einer alten Ösen-Klappe,
Wie diese einst in alten Tagen
Bei Ärzten in Verwendung waren.

Ich schaute nun in das Gesicht,
Erhellt von einem matten Licht,
Das als ein bleiches Fluidum
Glomm lind um jenen Mann herum.
Kaum möglich schien Verwechselung:
Der Mann war – Johann Heinrich Jung!3


Jung-Stilling kommt von ärztlichen Hausbesuchen


\“Herr Hofrat4 Jung\“, sprach ich ihn an,
\“Als Arzt5 ich hier sie sehen kann!
Ist denn von Krankheit schlimm umzäunt
Zu Siegen just ein Stillings-Freund?\“6

\“Herr Tubrav\“, sagte darauf er,
\“An Stillings-Freunden ist es leer
Zu Siegen jetzt zu dieser Zeit,
Wo Fremde man laut benedeit.7

Ich komme von der Oberstadt.
Es dort zwei kranke Schmiede hat,
Die rundum steif am Körper sind,
Gehörlos, zudem halb schon blind.
Es ist dies die Berufskrankheit
Der Menschen hier seit langer Zeit.
Auch Grind durch feuriges Metall
Nebst Brüchen sieht man überall.

Herr Doktor Dresler hier aus Siegen
Beschrieb die Leiden jüngst gediegen,8
Die Hammerschmiede oft befallen
Und drum im Siegerland sich ballen.
Mich jammert es, wenn ich muss sehen
Geplagt sie dergestalt von Wehen.
Ob dessen seht ihr mich auch heute
Zu Siegen, wo ich sie betreute.\“ –


Wie ist es möglich, dass Jung-Stilling längst Verstorbene dermalen ärztlich behandeln kann?


\“Herr Hofrat\“, ich sogleich ihn frug,
\“Wie ist es mit dem Zeitbezug?
Sie sind ja längst im Himmelreich,9
Doch heut im Diesseits auch zugleich?!

Die Schmiede, die sie just geheilt,
Hat lange schon der Tod ereilt.
Wie geht es, dass sie jetzt kurieren,
Die Zeit dabei ganz ignorieren?\“ –


\“Die Zeit, Herr Tubrav, letztlich ist
Nur das, was man an Körpern misst
In Form der Welten-Rotation
Wie der Materie Radiation:
Es dreht die Welt sich ohne Ende,
Und es verstrahlen Elemente.
Die Zeit ist Eigenheit der Masse,
Doch ist der Geist von andrer Klasse!10


Phantasie kann bereits heute zeitungebunden tätig sein; daraus erklärt sich letzten Endes das Wesen der Zeit


Ihr könnt mit eurer Phantasie
Bereits in diesem Leben hie
In jede Zeit-Epoche tauchen:
Braucht bloss die Bildkraft zu gebrauchen.
Wärt eurer Phantasie ihr bar:
Ihr stündet wie ein Viehzeug dar;
Das Denken wäre arg erschwert,
Die meisten Schlüsse auch verkehrt.

Die Phantasie sich hoch bemisst:
Sie fraglos Funke GOttes ist.
Erwägt dies mit Beflissenheit:
Dann klärt sich euch der Sinn der Zeit!


Entleibte Menschen sind vom Raumzeitlichen frei


Wenn ihr nun aus dem Körper seid,
Dann gibt es nicht mehr diese Zeit.
Auch möget ihr durch Räume schweben:
Wohin ihr wollt euch stracks begeben.

Bei alldem ist vorausgesetzt,
Dass ihr mit GOttes Huld benetzt.
ER bietet sie im Leben an:
Frei jeder sie ergreifen kann.


GOttes Gnade und Liebe wirken nicht zwingend


Das Wörtchen ‚frei‘ zum Ausdruck bringt,
Dass GOttes Gnade keinen zwingt.
Doch wer sein Angebot missachtet,
Ganz ohne GOtt zu leben trachtet,
Wird trotzdem noch von IHm geliebt;
Die Glut der Minne ihn umgibt,
Bis schmilzt sein Herz und er sinkt hin
Beweinend blinden Eigen-Sinn.


Jung-Stilling geht Richtung Kölner Tor von dannen


Doch nun, Herr Tubrav, lasst mich ziehn;
Vertraut auf GOtt und danket IHm!
Vergesst niemalen das Gebet,
Weil sonst euch Gnadengunst entgeht,
Die GOtt euch gütig zugewiesen,
Dass fröhlich ihr sie mögt geniessen.11

Stadtabwärts Stilling flugs verschwand:
Er blieb wohl allen unerkannt.
Allein ein dreister junger Mann
Tippt mehrmals sich die Stirne an.12


Botschaft ungeachtet gewisser, nicht unbegründeter Bedenken ins Internet gestellt


Damit sich alle Stillings-Treuen
An dieser Botschaft recht erfreuen,
Gab ein ich alles dann komplett
Am nächsten Tag ins Internet.

Erneut wohl werden welche knurren,
Und andere vernehmbar murren,
Weil es nach deren Vor=Urteil
Nicht sein darf, dass je wird zuteil
Den Menschen nieden eine Kunde
Aus eines Jenseits-Wesens Munde.

Die Armen ach! Sie sind verrannt
In ihren Herzen und Verstand
Ins Diesseits bloss und daher blind
Für das, was Geister wohlgesinnt
Die Erdenbürger lassen wissen:
Sie leugnen solches starr verbissen.

Ich bitte euch: seht doch auch ein,
Dass jemand mag umgeben sein
Von Geisteswesen, die ihn lehren,
Mit Jenseitsbotschaft reichlich nähren.

Bleibt mir mit eurer Schelte fern:
Drum bittet Tubrav Immergern,
Dem geht allmählich auf die Nerven,
Dass Schimpf auf ihn just solche werfen,
Die sind mitnichten in der Lage,
Zu bringen etwas recht zutage,

Denn andere zu kritisieren:
Sie bös zu charakterisieren
Als dumm, bestusst, verblödet, irr,
Nicht ganz bei Trost, umnachtet irr;

Beziehungsweise – was noch schlimmer –
Die Reime schmähen als Geflimmer,
Das funkelt aus der tiefsten Hölle:
Des Satans Botschaft hier erschölle.

Doch Tubrav jedem gern verzeiht,
Der derart ihn vermaledeit.
War oft im Leben doch auch er
Zu manchem nicht gerade fair;
Was ihn betrübt, bekümmert heut
Und ernsthaft er zutiefst bereut.


Anmerkungen, Erläuterungen und Quellen


* Grafschaft Leisenburg = bei Jung-Stilling das ehemalige Fürstentum Nassau-Siegen (mit der Hauptstadt Siegen); –  durch Erbfolge ab 1743 Teil der Nassau-Oranischen Lande (mit Regierungssitz in Dillenburg, heute Stadt im Bundesland Hessen); –  im Zuge der territorialen Neuordnung Deutschlands durch den Wiener Kongress ab 1815 Bezirk in der preussischen Provinz Westfalen (mit der Provinzhauptstadt Münster); –  nach dem Zweiten Weltkrieg von 1946 an bis heute Bestandteil im Kreis Siegen-Wittgenstein des Regierungsbezirks Arnsberg im Bundesland Nordrhein-Westfalen in der Bundesrepublik Deutschland (mit der Landeshauptstadt Düsseldorf).

Siehe Karl Friedrich Schenck: Statistik des vormaligen Fürstenthums Siegen. Siegen (Vorländer) 1820, Reprint Kreuztal (verlag die wielandschmiede) 1981 sowie Theodor Kraus: Das Siegerland. Ein Industriegebiet im Rheinischen Schiefergebirge, 2. Aufl. Bad Godesberg (Bundesforschungsanstalt für Landeskunde und Raumordnung) 1969 (Standardwerk mit vielen Karten, Übersichten und Rückblenden auf den Entwicklungsverlauf; leider auch in der Zweitauflage ohne Register.

Lichthausen = bei Jung-Stilling die ehemalige selbständige, durch den Bergbau geprägte Gemeinde Littfeld im vormaligen Fürstentum Nassau-Siegen; seit 1. Januar 1969 Teil der Stadt Kreuztal im Kreis Siegen-Wittgenstein. Durchflossen wird der Ort von der rund 13 Kilometer langen Littfe, einem wasserreichen Zufluss in den rund 24 Kilometer langen Ferndorfbach, der seinerseits ein rechten Nebenfluss der Sieg ist und im Zentrum von Siegen-Weidenau in die Sieg mündet. – Die Littfe ihrerseits wird im Ortsgebiet von Littfeld von Osten durch den Heimkäuser Bach (offizieller Name im Gewässerverzeichnis des Landes NRW: Die Heimkaus, 4,7 Kilometer lang) und von Westen durch den Limbach (2,1 Kilometer lang) gespeist.

Der Name Littfeld leitet sich ab aus dem keltischen Wort \“Let\“ für \“Lehm\“. Die in vielen Gewässernamen der Gegend vorzufindende Endsilbe \“-phe\“ ist die sprachlich abgeschliffene Form von \“apha“ = der Bach.

Aus Littfeld kam die Mutter Johanna Dorothea Fischer (1717-1742) von Jung-Stilling; dort wirkte auch sein Patenonkel Johann Heinrich Jung. – Siehe zu dieser herausragenden Persönlichkeit Gerhard Merk: Oberbergmeister Johann Heinrich Jung (1711-1786). Ein Lebensbild. Kreuztal (verlag die wielandschmiede) 1989.

Im wirtschaftsgeschichtlich in vieler Hinsicht bemerkenswerten Siegerland ist der hochintelligente und vielseitig begabte Jung-Stilling (siehe Anmerkung 3) geboren, herangewachsen und dort hat auch seine ersten beruflichen Erfahrungen als Köhlergehilfe, Schneider, Knopfmacher, Vermessungs-Assistent, Landarbeiter, Dorfschulmeister und Privatlehrer gesammelt.

1 Von der Unterstadt in die Oberstadt zu Siegen (in Süd-Westfalen, beiderseits des Flusses Sieg gelegen) führende, steile Hautgeschäftsstrasse (Kölner Strasse); heute Teil einer innerstädtischen Fussgeher-Zone.

Jung-Stilling nennt in seinem in zwei Bänden 1784–1785 bei Weygand zu Leipzig erschienenen Roman \“Theobald oder die Schwärmer\“ die Stadt Siegen \“Salen\“:

2 Das Halstuch als Grundform der heute üblichen Krawatte verdrängte seit etwa 1680 den (auf zeitgenössischen Gemälden noch gut zu sehenden) breiten Spitzkragen der Herrenmode.

Zunächst bestand es aus einer (meist weissen) spitzenbesetzten Schleife mit langen Enden (\“Steenkerke\“) und entwickelte sich bis Ende des 18. Jhts zu einem um den Halskragen geschlungenen Tuch. Im einzelnen gab es vielerlei Arten des Halstuchs bei Männern; es war auch damals schon modischen Wandlungen unterworfen. Kunstkenner sind in der Lage, aus der Art des Halstuchs bei Portraits auf –  die Zeit der Fertigung des Gemäldes, –  den Stand des Dargestellten und oft auch –  die nationale Herkunft des Abgebildeten zu schliessen.

Siehe auch (ohne Verfasserangabe): Cravatiana, das ist neueste Halstuch-Toilette für Herren welche die modernsten Arten des Halstuchs zu tragen, die Angabe ihrer Formen und Farben und launige Bemerkungen über ihren Ursprung, ihren politischen, physischen und moralischen Einfluß enthält, 2. durchgesehene Auflage. Ilmenau (Voigt) 1823 (Übersetzung aus dem Französischen) sowie Hermann Marten Baron von Eelking: Bilanz der Eitelkeit. Die Geschichte der Krawatte. Göttingen, Zürich (Musterschmidt) 1976.

3 Johann Heinrich Jung-Stilling (1740–1817), der Weltweisheit (Philosophie [Universität Heidelberg, ehrenhalber 1786]) und Arzneigelehrtheit (Medizin [Universität Strassburg, Promotion 1772]) Doktor. — Siehe kurz zusammenfassend Gustav Adolf Benrath: Artikel \“Jung-Stilling, Johann Heinrich\“, in: Theologische Realenzyklopädie, Bd. 17. Berlin, New York (Walter de Gruyter) 1987, S. 467 ff. sowie Johann Heinrich Jung-Stilling: Lebensgeschichte. Vollständige Ausgabe, hrsg. von Gustav Adolf Benrath, 3. Aufl. Darmstadt (Wissenschaftliche Buchgesellschaft) 1992, S. IX–XXXI (Einleitung) — Jung-Stilling wurde in der letzten Zeit wiederholt auf Erden gesehen.

Siehe Grundsätzliches zum Wiedereintritt Verstorbener in diese Welt Johann Heinrich Jung-Stilling: Theorie der Geister=Kunde, in einer Natur= Vernunft= und Bibelmäsigen (so!) Beantwortung der Frage: Was von Ahnungen, Gesichten und Geistererscheinungen geglaubt und nicht geglaubt werden müße (so, also mit Eszett). Nürnberg (Raw’sche Buchhandlung) 1808 (Reprint Leipzig [Zentralantiquariat der DDR] 1987 und öfters), S. 220 ff.

4 Jung-Stilling erhielt als Professor für ökonomische Wissenschaften an der Universität Heidelberg durch Erlass seines Landesherrn, des Kurfürsten Karl Theodor von Pfalz-Bayern (1724/1742-1799), datiert vom 31. März 1785, die Ernennung zum \“Kurpfälzischen Hofrat\“; siehe Johann Heinrich Jung-Stilling: Lebensgeschichte (Anm. 2), S. 427.

(a) Jung-Stilling hatte dem Wittelsbacher Kurfürsten 1772 in Mannheim persönlich seine an der Universität Strassburg eingereichte medizinische Doktorarbeit gewidmet. Diese trägt die Aufschrift \“SPECIMEN DE HISTORIA MARTIS NASSOVICO-SIEGENENSIS\“; sie beschäftigt sich mit der Geschichte des Eisenerzeugung im Fürstentum Nassau-Siegen. – Mars = hier: FERRUM, QUIA ROMANIS OLIM FERREUS MARS FUIT; siehe zur älteren Metall-Lehre übersichtlich, in drei Thesen geordnet Anton Lütgens: METALLORUM NATURAM ET DIFFERENTIAS EXPLICANS DISSERTATIO PHYSICA. Kiel (Barthold Reuther) 1707.

Technische Hochschulen gab es erst etwa 50 Jahre später. Alle theoretischen und angewandten Naturwissenschaften waren noch unter dem Dach der Medizinischen Fakultät; die Technologie (als Wissenschaft von den mechanischen und chemischen Fertigungsprozessen) meistens als \“Kunstwirtschaft\“ bei den frühen wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten untergebracht.

(b) Das mit dem Hofrats-Titel verbundene gesellschaftliche Ansehen war zu jener Zeit beträchtlich. Es gewährte dem Träger mancherlei Vergünstigungen, so auch (was Jung-Stilling als reisenden Augenarzt insonders zum Vorteil gereichte) an Wegschranken, Posten, Schildwachen, Stadttoren, Fähren, Übergängen, Brücken sowie an den zu jener Zeit auch innerlands zahlreichen Schlagbäumen, Post-, Maut- und Grenzstationen.

(c) Der Friedensvertrag von Campo Formio (7 km südwestlich von Udine in Venetien) vom 17. Oktober 1797 zwischen Napoléon und Kaiser Franz II. bestimmte in Artikel 20 den Rhein als die dauernde Staatsgrenze zwischen Frankreich und Deutschland. Dies wurde im Frieden von Lunéville (südöstlich von Nanzig [französisch: Nancy] gelegen; ehemalige Residenz der Herzöge von Lothringen) am 9. Februar 1801 bestätigt.

(d) In Artikel 6 heisst es im einzelnen genauer: \“S. M. l’Empereur et Roi (nämlich Franz II, der letzte Kaiser des alten Reichs; er legte nach Bildung des Rheinbundes am 6. August 1808 die deutsche Kaiserkrone nieder), tant en Son nom qu’en celui de l’Empire Germanique, consent à ce que la République française possède désormais (= von nun an) en toute souveraineté et propriété, les pays et domaines situés à la rive gauche du Rhin, … le Thalweg du Rhin (= die Schiffahrtsrinne) soit désormais la limite entre la République française et l’Empire Germanique, savoir (= und zwar) depuis l’endroit (= von der Stelle an) où le Rhin quitte le territoire helvétique, jusqu’à celui où il entre dans le territoire batave.\“

(e) Eine ausserordentliche Reichsdeputation, eingesetzt am 7. November 1801, beriet daraufhin zu Regensburg (seit 1663 der Tagungsort des Immerwährenden Reichstags) über die Entschädigung an deutsche Fürsten, die (links der neuen Staatsgrenze zu Frankreich gelegene) Gebiete an Frankreich abtreten mussten.

(f) Durch besondere günstige Umstände (später traten noch verwandtschaftliche Beziehungen zu Frankreich hinzu: sein Enkel und Thronfolger Karl [1786/1811–1818] heiratete am 7./8. April 1806 zu Paris Stéphanie de Beauharnais [1789–1860], die 17jährige Adoptivtochter von Napoléon Bonaparte) vergrösserte Karl Friedrich von Baden (1728/1746–1811) bei dieser Gelegenheit sein Gebiet um mehr das Vierfache; die Bevölkerung stieg von ungefähr 175’000 auf fast 1 Million Bewohner. Die pfälzische Kurwürde ging auf ihn über; Karl Friedrich wurde damit 1803 vom Markgrafen zum Kurfürsten erhoben. – Wenig später rückte er durch den Rheinbundvertrag vom 12. Juli 1806 nach Artikel 5 gar zum Grossherzog mit dem Titel \“Königliche Hoheit\“ auf.

(g) Mit dem Besitzwechsel der rechtsrheinischen Gebiete der Kurpfalz (so auch der alten Residenz- und Universitätsstadt Heidelberg, der neuen (seit 1720) Residenzstadt Mannheim [mit dem grössten Barockschloss in Deutschland] und der Sommerresidenz Schwetzingen [mit dem kurfürstlichen Lustschloss samt 76 Hektar grossen Schlossgarten, Moschee, Badehaus und Theater]) an das Haus Baden durch den Regensburger Reichsdeputations-Hauptschluss vom 25. Februar 1803 wurde gemäss § 59, Abs. 1 (\“Unabgekürzter lebenslänglicher Fortgenuß des bisherigen Rangs\“) der \“kurpfälzische\“ Hofrat DE JURE PUBLICO automatisch zum \“badischen\“ Hofrat.

(h) Im Frühjahr des Jahres 1808 wird Jung-Stilling als Berater des Grossherzogs von Baden in Karlsruhe dann (\“ohne mein Suchen\“, wie er selbst hervorhebt) zum \“Geheimen Hofrat in Geistlichen Sachen\“ ernannt; siehe Johann Heinrich Jung-Stilling: Briefe. Ausgewählt und hrsg. von Gerhard Schwinge. Giessen, Basel (Brunnen Verlag) 2002, S. 404 (dort die Anm. 10).

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Beim Eintritt von Jung-Stilling in den Himmel kommt ihm Karl Friedrich von Baden freudig entgegen und heisst ihn in der Seligkeit als Bruder herzlich willkommen. – Siehe hierzu und überhaupt zum Übergang von Jung-Stilling in das Jenseits des näheren (unbekannte Verfasserin): Sieg des Getreuen. Eine Blüthe hingeweht auf das ferne Grab meines unvergesslichen väterlichen Freundes Jung=Stilling. Nürnberg (Raw’sche Buchhandlung) 1820, S. 27.

Jung-Stilling stand nach seinem frei gewählten Abschied von der Universität Marburg ab 1803 im Dienst des Hauses Baden; er wollte sich in seiner letzten Lebensperiode nur noch der religiösen Schriftstellerei und der Bedienung der Augenkranken widmen. Karl Friedrich von Baden besoldete ihn zu diesem Zwecke. Ein Ruhegehalt von der Universität Marburg, wo er zwischen 1787 und 1803 mit grossem Erfolg lehrte bzw. von der Regierung in Kassel als Besoldungsstelle, erhielt Jung-Stilling nicht.

Siehe hierzu Gerhard Schwinge: Jung-Stilling am Hofe Karl Friedrichs in Karlsruhe, in: Zeitschrift für Geschichte des Oberrheins, Bd. 135 (1987), S. 183 ff., Gerhard Schwinge: Jung-Stilling als Erbauungsschriftsteller der Erweckung. Eine literatur- und frömmigkeitsgeschichtliche Untersuchung seiner periodischen Schriften 1795-1816 und ihres Umfelds. Göttingen (Vandenhoeck & Ruprecht) 1994, S. 219 ff. (Arbeiten zur Geschichte des Pietismus, Bd. 32) sowie zum Verhältnis zwischen beiden Persönlichkeiten (nämlich Karl Friedrich von Baden und Jung-Stilling) auch Max Geiger: Aufklärung und Erweckung. Beiträge zur Erforschung Johann Heinrich Jung-Stillings und der Erweckungstheologie. Zürich (EVZ-Verlag) 1963, S. 237 ff. (Basler Studien zur Historischen und Systematischen Theologie, Bd. 1).

Karl Friedrich (1728/1746-1811) galt in Karlsruhe gleichsam als Heiliger. Nachdem gelegentlich eines Trauergottesdienstes am 1. Juli 1811 der hochgelehrte katholische Stadtpfarrer und (seit 1805) Grossherzoglich Badische Geistliche Rat Dr. Thaddäus Anton Dereser (1757-1827) nicht in den übertriebenen Lobgesang für den Verstorbenen einstimmen wollte, sondern am Rande einer Predigt die teilweise rohe und schamlose Ausplünderung der katholischen Einrichtungen unter seiner Herrschaft beiläufig ansprach, musste er Karlsruhe unverzüglich verlassen.

Siehe zur Person von Dereser kurz die Broschüre von Joseph Gass: Der Exeget Dereser. Eine geschichtliche Studie. Strassburg (Le Roux) 1915 (mit einem Portrait von Dereser) sowie Franz Xaver Münch: Der äußere Lebensgang des Aufklärungstheologen Thaddäus Anton Dereser. Bonn (Dissertation der Katholisch-Theologischen Fakultät) 1929 (auszugsweise im Druck).

Siehe zu den unterdrückenden obrigkeitlichen Massnahmen gegen die katholische Kirche unter der Regierungsgewalt der badischen Grossherzöge näherhin (Franz Joseph Mone [1796-1871]): Die katholischen Zustände in Baden, 2 Bde. Mit urkundlichen Beilagen. Regensburg (Manz) 1841/1843 sowie Carl Bader: Die katholische Kirche im Großherzogthum Baden. Freiburg (Herder) 1860. – Sehr einseitig und unsachlich zur Predigt von Dereser auch Johann Heinrich Jung-Stilling: Briefe. Ausgewählt und hrsg. von Gerhard Schwinge. Giessen, Basel (Brunnen) 2002, S. 485.

Als Beispiel der bei Hofe zu Karlsruhe genehmen Trauerreden katholischer Geistlicher seien erwähnt –  Bernhard Boll: Trauerrede bey der kirchlichen Todten-Feyer seiner königlichen Hoheit Karl Friedrichs, Großherzogs zu Baden, Herzogs zu Zähringen, gehalten in der Haupt- und Münsterpfarrkirche zu Freyburg den 1. July 1811. Freiburg (Wagner) 1811 (der Zisterzienser und Münsterpfarrer zu Freiburg Bernhard Boll (1756-1836) wurde 1827 erster Erzbischof von Freiburg); –  [Gerhard Anton Holdermann]: Beschreibung der am 30ten Juny und 1ten July 1811 zu Ratsatt Statt gehabten Trauer-Feyerlichkeit nach dem Hintritte unsers (so!) höchstseligen Großherzogs Carl Friedrich von Baden. Rastatt (Sprinzing) 1811. Holdermann (1772–1843) war bis 1829 katholischer Pfarrer in Rastatt an der Murg.

Als elektronische Ressource im Rahmen der \“Freiburger historischen Bestände–digitalisiert\“ ist einsehbar –  die in lateinischer Sprache vorgetragene, an Lobpreisungen überladen-theatralische Rede von Johann Kaspar Adam Ruef (1748-1825): JUSTA FUNEBRIA SERENISSIMO DUM VIVERET AC CELSISSIMO PRINCIPI DIVO CAROLO FRIDERICO MAGNO DUCI BADARUM … DIE 22 JULII 1811 IN TEMPLO ACADEMICO PIISSIMA ET GRATISSIMA MENTE PERSOLVENDA INDICIT JOANNES CASPARUS RUEF. Freiburg (Herder) 1811. – Ruef war Professor des katholischen Kirchenrechts an der Universität Freiburg, Oberbibliothekar und (wie Jung-Stilling seit 1806) Grossherzoglich Badischer Geheimer Hofrat. Gleichsam als Heiligen sehen den Verstorbenen

 Aloys Wilhelm Schreiber: Lebensbeschreibung Karl Friedrichs Großherzog von Baden, 1728–1811. Heidelberg (Engelmann) 1811 (Schreiber [1761–1841]) war seit 1805 Professor für Ästhetik in Heidelberg und ab 1813 bis zu seiner Pensionierung Hofgeschichtsschreiber in Karlsruhe)

Vgl. auch –  Gedächtnißreden bey dem Tode Sr. K. Hoheit des Großherzogs Carl Friedrich von Baden. Gehalten von den Pfarrern der drey christlichen Confessionen zu Mannheim. Mannheim (Schwan) 1811 (Brochure), in der sich der reformierte, lutherische und katholische Geistliche an Lob auf den verstorbenen Karl Friedrich offenkundig überbieten.

Geradezu bescheiden wirken demgegenüber andere Predigten, wie etwa –  [Christian Emanuel Hauber]: Kurze Abschilderung Sr. Königlichen Hoheit Carl Friedrichs Grosherzogs (so!) von Baden. Karlsruhe (Macklot) 1811 (Brochure); –  Theodor Friedrich Volz: Gedächtnißpredigt auf den Höchstseeligen Großherzog von Baden Karl Friedrich, gehalten den 30. Junius 1811 in der Stadtkirche zu Karlsruhe. Karlsruhe (Müller) 1811 (Brochure). Volz [1759-1813]), in Jena 1778 bereits promoviert, bemüht sich erkennbar um die im Rahmen des Anlasses mögliche Sachlichkeit.

Aufgebläht, schwulstig und völlig kritiklos sind auch viele der zahlreichen Zentariums-Reden auf Karl Friedrich von Baden, wie –  Karl Joseph Beck: Rede bei der akademischen Feier des hundertsten Geburtsfestes des Hochseligen Großherzogs Karl Friedrich zu Baden … Gehalten von dem derzeitigen Prorector der Albert-Ludwigs-Hochschule. Freiburg im Breisgau (Wagner) 1828. Karl Joseph Beck (1794-1838) war Mediziner und Stifter des \“Corps Rhenania\“ in Freiburg.

Überspannt auch –  Friedrich Junker: Lobrede auf Carl Friedrich, ersten Großherzog von Baden. bei der Säcularfeier der Geburt des unvergleichlichen Fürsten den 22. November 1828 gesprochen in Mannheim / Mannheim (Schwan & Götz) 1829 (Brochure); Junker hatte sich als Interpret des Philosophen Epiktet sowie als Schriftausleger einen Namen gemacht. Geradezu als Heiligen stellt den badischen Herrscher dar –  Karl Wilhelm Ludwig Freiherr Drais von Sauerbronn: Gemälde über Karl Friedrich den Markgrafen, Kurfürsten und Großherzog von Baden. Ein Beitrag zur Säkular-Feier der Geburt des unvergeßlichen Fürsten Mannheim (Schwan und Götz) 1828 (Drais [1761–1851] ist der Erfinder des Fahrrads (Laufrads, \“Draisine\“); sein Vater war badischer Oberhofrichter und Karl Friedrich sein Taufpate).

Weithin unkritisch gegenüber den augenfälligen Schattenseiten der Regierung von Karl Friedrich neuerdings auch Annette Borchardt-Wenzel: Karl Friedrich von Baden. Mensch und Legende. Gernsbach (Katz) 2006.

Ebenso blendet Gerald Maria Landgraf (Moderate et prudenter, Studien zur aufgeklärten Reformpolitik Karl Friedrichs von Baden [1728-1811] Dissertation Universität Regensburg 2008, im Internet abrufbar) das persönliche Leid vieler Menschen durch der Religionspolitik des Fürsten völlig aus.

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5 Jung-Stilling wirkte vollberuflich als Arzt, Augenarzt, Geburtshelfer und seit 1775 auch als öffentlich bestellter Brunnenarzt von 1772 bis 1778 in Wuppertal-Elberfeld. Zeitlebens blieb er im Nebenberuf als Ophthalmologe tätig; er galt noch im Greisenalter als einer der geschicktesten Augenchirurgen seiner Zeit; an die 3 000 Menschen befreite er durch Operation aus der Blindheit, etwa zehnmal so vielen Menschen dürfte er augenärztlichen Rat angedient haben. Ein Honorar verlangte er nicht.

Siehe hierzu vor allem Gerhard Berneaud-Kötz: Das ärztliche Wirken Jung-Stillings in Alt-Elberfeld (1772–1778), in: Jahresberichte des Naturwissenschaftlichen Vereins in Wuppertal, 45. Heft (1992), S. 149 ff. sowie Gerd Propach: Johann Heinrich Jung-Stilling (1740–1817) als Arzt. Köln (Institut für Geschichte der Medizin der Universität Köln) 1983, Gerhard Berneaud-Kötz: Kausaltheorien zur Starentstehung vor 250 Jahren. Eine Auswertung der Krankengeschichten und Operationsprotokolle von Johann Heinrich Jung-Stilling. Siegen (Jung-Stilling-Gesellschaft) 1995, S. 36 ff., Gerhard Berneaud-Kötz: Jung-Stilling als Arztpersönlichkeit, in: Michael Frost (Hrsg.): Blicke auf Jung-Stilling. Kreuztal (verlag die wielandschmiede) 1991, S. 19 ff. und vor allem auch Klaus Pfeifer: Jung-Stilling-Lexikon Medizin. Siegen (Jung-Stilling-Gesellschaft) 1996, S. 9 ff.

6 Stillings-Freund meint zunächst –  Gönner und Förderer von Jung-Stilling und später dann –  Verehrer oder –  zumindest dem Autor gegenüber wohlwollender Leser der Schriften von Jung-Stilling. Der Begriff wurde in diesen Bedeutungen von ihm selbst eingeführt, er schliesst in jedem Falle auch die weibliche Form ein. — Siehe Johann Heinrich Jung-Stilling: Lebensgeschichte (Anm. 2), S. 213, S. 441, S. 513, S. 566. Auf der anderen Seite gibt es aber auch (und zwar  bis heute!) \“Stillings-Feinde\“; siehe ebendort, S. 316.

7 Fremde = Siegen nennt sich stolz \“Rubens-Stadt\“ und verleiht (und an  wen gar!) einen \“Rubens-Preis\“, weil dort zufällig der Antwerper Maler Peter Paul Rubens (1577–1640) geboren sein soll; andere nennen Köln als Geburtsstadt; entsprechende Dokumente existieren nicht. Rubens selbst bekannte sich nie zu Siegen und schrieb im eigenen Lebenslauf \“neé à Anvers\“. – Für ein Jung-Stilling-Denkmal hatte man in Siegen bis anhin weder Sinn noch Neigung.

8 Der Siegener Arzt (und spätere Fürstliche Hofrat und Landphysikus) Johann Jacob Dresler (1723–1774) promovierte im Jahre 1747 über die Berufskrankheiten der Siegerländer Hammerschmiede zum Doktor der Arzneikunde an der Universität Duisburg; siehe: DISSERTATIO INAUGURALIS MEDICA DE MORBIS MALLEATORUM FERRI. QUAM PUBLICO ERUDITORUM EXAMINI SUBMITTIT AUCTOR JOANNES JACOBUS DRESLER SIGENA-NASSAVICUS. DUISBURGI AD RHENUM 1747. – Siehe zu Johann Jacob Dresler auch Deutsches Geschlechterbuch, Bd. 139 (1965) (Siegerländer Geschlechterbuch, 2. Bd.), S. 58, № VIII, f 7.

Johann Philipp Becher (Mineralogische Beschreibung der Oranien-Nassauischen Lande nebst einer Geschichte des Siegenschen Hütten- und Hammerwesens, 2. Aufl. Dillenburg [Seel-Weidenbach] 1902, S. 284) fasst diese berufsbedingten Leiden zusammen: \“ein schweres Gehör, Augenkrankheiten, Fehler des Gefühls in den Händen, Steifigkeit des Körpers, Brüche und Verbrennungen.\“

9 Siehe zum Eintritt von Jung-Stilling in den Himmel neben der in Anm. 3, i genannten Schrift auch (Christian Gottlob Barth): Stillings Siegesfeyer. Eine Scene aus der Geisterwelt. Seinen Freunden und Verehrern. Stuttgart (Steinkopf) 1817 sowie allgemein zum Übergang in das Jenseits Heinrich Jung-Stilling: Szenen aus dem Geisterreich, 7. Aufl. Bietigheim (Rohm) 1999, S. 17 ff. (\“Das grosse Erwachen\“).

10 Siehe hierzu auch Johann Heinrich Jung-Stilling: Theorie der Geister=Kunde (Anm. 2), S. 30 ff. und S. 60 ff.

11 Siehe Jung-Stilling-Lexikon Religion. Kreuztal (verlag die wielandschmiede) 1988, S. 44 (\“Wir können gewiß versichert seyn, daß der Herr jedes gläubige Gebet erhört, wir erlangen immer etwas dadurch, was wir ohne unser Gebet nicht erlangt haben würden, und zwar das, was für uns das beste ist.\“).

12 Gebärde im Sinne von \“bei dem sitzt wohl eine Schraube locker\“, manchmal auch \“deutscher Kraftfahrergruss\“ genannt. – Nicht erklärbar ist, warum gerade dieser Jugendliche Jung-Stilling wahrnahm; die anderen Menschen aber offensichtlich ihn nicht sahen.


The human body, in its wonderful structure,
is of itself a miracle of divine wisdom and power.
(Johann Wolfgang Goethe, German philosopher, poet, and statesman)



Über Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk

Gerhard Merk (* 8. Mai 1931 in Mannheim) ist ein deutscher Wirtschaftswissenschaftler, Sozialethiker und Lehrbuchautor.

  • 1931 Geboren in Mannheim
  • 1955 Diplom-Volkswirt, Universität Heidelberg
  • 1956 Diplom-Handelslehrer, Universität Mannheim
  • 1957 Dr.rer.pol., Universität Heidelberg (Thema der Dissertation: „Die Investitionsfunktion“)
  • 1958 Konzernleitung Fried. Krupp, Essen, Zentralabteilung Verkauf, Fachabteilung Marktforschung
  • 1964 Dozent an der Staatlichen Höheren Wirtschaftsfachschule, Siegen
  • 1972 Professor an der Universität Siegen
  • 1996 Pensionierung; weiterhin in Lehre und Forschung an der Universität ohne Bezahlung tätig.

Verheiratet seit 1964 mit Dr.rer.nat. Martha Merk-Jansen, Apothekerin aus Aachen, verstorben am 30. Juni 2010.

Zwei Kinder: Irene (Diplom-Physikerin, Diplom-Informatikerin, Dr.rer.nat.), Judith (Industriekauffrau, Diplom-Kauffrau).

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