Münzunion, skandinavische auch Währungsunion, skandinavische (Scandinavian coin union, Scandinavian monetary union)

Eine 1872 zwischen Schweden und Dänemark getroffene Vereinbarung, wonach die Münzen des jeweiligen Landes und später auch die Banknoten in beiden Ländern Gültigkeit besassen. Norwegen, das zu jener Zeit in Personalunion mit Schweden stand, jedoch weitgehende Selbstverwaltungsrechte innehatte, trat 1877 der Münzunion ebenfalls bei. Im Gefolge der Skandinavischen Währungsunion wurde die bis dahin gültige dänische Währung, der Reichstaler sowie die schwedischnorwegische Währung, der Specie-Taler, durch die Dezimalwährung 1 Krone = 100 Øre ersetzt. Fortan wurden die dänische, schwedische und norwegische Krone (Kroner) 1:1:1 getauscht. Es waren im Rahmen der Union drei verschiedene Goldmünzen zu 5, 10 und 20 Kronen in Umlauf. Zu der Skandinavischen Münzunion zählte auch Island, das sich seit
1380 in dänischem Besitz befand. Im Jahr 1918 wurde Island ein ges Königreich und führte ab 1922 die ersten eigenen Münzen ein. Die Union zerbrach 1924, weil die Währungspolitik der Mitglieder unterschiedliche Ziele verfolgte. – Siehe Europäische Währungsunion, Münzunion, lateinische, Münzverträge.

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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