Minderschätzung künftiger Bedürfnisse (principle of positive time preference)
Die (Erfahrungs)Tatsache, dass Verbraucher gegenwärtigen Gütern grundsätzlich einen höheren Nutzen beimessen als den Zukunftsgütern (future goods). Gegenwartsgüter (to-day’s goods) besitzen mit anderen Worten für eine Person eine höhere Stärke des Begehrens (a higher degree of desire). Wenn daher jemand heute auf Konsum verzichtet, also spart und Geld als Darlehn jemandem überträgt, so möchte er für diese Zeitpräferenz einen Ausgleich, ein Aufgeld (premium; Agio): den Zins. – Siehe Finanzpsychologie, Sparen, Sparquote, Zins, Zinstheorien.
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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