Kapital (capital)
Jede Summe Geld überhaupt (Geldkapital; monetary capital). – Geld, das allgemein zur gewinnbringenden, zinsträchtigen Anlage bestimmt ist (Erwerbskapital; earning capital). – Geld, das zur Investition, nämlich zur – Errichtung, – Erweiterung oder – Verbesserung von Sachgütern, die zur Erzielung von künftigen Erträgen dienen (physical assets: Sachkapital, Realkapital, Kapitalstock), verwendet wird (Anlagevermögen; invested capital). – In Bezug auf ein Unternehmen: alle Vermögenswerte, die zur Leistungserstellung erforderlich sind (assets owned or used in operating a business). – Schicht von Personen und Unternehmen, die Verfügungsgewalt über Erwerbskapital und/oder Eigentum an Sachkapital innehat (Finanzkapital; capital economics: ein soziologischer Begriff). – Firmenkapital (equity, company capital), oft unterteilt in Kernkapital – wie einbezahltes Geld, offene Rücklagen – und Ergänzungskapital, wie etwa nicht realisierte Reserven); vgl. für Deutschland die genau Aufzählung der einzelnen Posten in § 10 KWG. – Siehe Entität, Finanzmittel, Finanzoligarchie, Formalkapital, Gebrauchsgüter, Infrastrukturkapital, Investition, Kapitalangebot, Kapitalintensität, Kapitalpuffer, antizyklischer, Kapitalstock, Leasinggeschäft, Misochrematie, Vermögen, Zinsallkokations-Funktion, Zwangswandelanleihe. – Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Januar 2002, S. 43 (zum Begriff Kernkapital), Jahresbericht 2009 der BaFin, S. 48 (neue Regeln für Kernkapital und ergänzungskapital).
Achtung: Das Finanzlexikon ist urheberrechtlich geschützt und darf ohne die ausdrückliche Einwilligung lediglich zum privaten Gebrauch benutzt werden!
Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
E-Mail-Anschrift: info@jung-stilling-gesellschaft.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Ernst_Merk
https://www.jung-stilling-gesellschaft.de/merk/
https://www.gerhardmerk.de/
