Globalisierung, inflationsmindernde (inflation reducing globalisation)
Die engere Verflechtung der Gütermärkte auf der Welt führte bisher zu einem höheren Wettbewerbsdruck. Die damit zwangsläufig einhergehende Deregulierung der Märkte (deregulation of markets: the removal or simplification of government rules and regulations that hamper the operation of market forces) verringerte gleichzeitig den Monopolisierungsgrad (degree of monopoly) in den nationalen Volkswirtschaften. Aus der Sicht der Geldpolitik wirkte sich diese Flexibilisierung zunächst einmal preisdämpfend (advantage of globalisation; “Globalisierungsdividende”) aus. – Andererseits steigt aber auch mit der im Zuge der Globalisierung stattfindenden Einbeziehung von bis anhin weniger entwickelten Ländern die Nachfrage nach Erdöl und Metallen, was zu Preissteigerungen führt. Dies kann die inflationsmindernde Wirkung (über)kompensieren. – Siehe Erdöl-Inflation, Finanzialisierung. – Vgl.
Monatsbericht der EZB vom Juni 2007, S. 101 ff. (Tendenzen; Vergleiche mit anderen Regionen; Übersichten).
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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