Gewerbe-Immobilien und Gewerbeimmobilien (commercial property)
Von Unternehmen als Produktionsstätten, Lagerflächen oder Bureaux genutzte bebaute und unbebaute Grundstücke. In der Statistik der EZB sind darin eingeschlossen auch Wohnimmobilien, die für gewerbliche Zwecke genutzt werden. – Die Erfahrung hat eindeutig gezeigt, dass in einer Krise die Preise für gewerbliche genutzte Gebäude überdurchschnittlich stark fallen; vor allem auch die Mietzahlungen gehen infolge von steigenden Insolvenzen zurück. Dadurch verliert die Besicherung der von den Banken vergebenen Darlehn an Wert. Mit der Finanzierung von Gewerbeimmobilien gehen die Institute daher ein verstärktes Risiko ein, das entsprechend berücksichtigt (bepreist; priced) werden muss. – Siehe Ausrichtung, vermögensorientierte, Beleihungswert, Betongold, Covered Bonds, ErstratenVerzugsklausel, Gewerbeimmobilien, Hypothekenschulden, Immobilienblase, Immobilienvermögen, Leerstandsquote, Real Estate Investment Trust, Vermögenspreise, Wohneigentum. – Vgl. Monatsbericht der EZB vom Februar 2010, S. 87 ff. (GewerbeimmobilienMärkte im Eurogebiet; viele Übersichten), Finanzstabilitätsbericht 2010, S. 68 ff. (Risiken des Marktes; Übersicht), Finanzstabilitätsbericht 2012, S. 55 ff. (ausführliche Marktanalyse, viele Übersichten; Literaturverweise), Finanzstabilitätsbericht 2013, S. 63 f. (auch farbiges Schaubild der Finanzierung von Gewerbeimmobilien deutscher Banken im Ausland), Monatsbericht der EZB vom Februar 2014, S. 59 ff. (Preiskomponenten für Gewerbeimmobilien; Übersichten).
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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