Geldbewusstsein (awareness of the importance of money)
Im Regelfall nur durch Erfahrung gewonnene wirklichkeitsnahe Einstellung (realistic attitude) einer Person zum Geld. – Jemand wird gemeinhin bekannt mit dem Stellenwert und Gewicht des Geldes dadurch, dass er auf dem Markt Arbeitsleistung anbieten muss und dafür Bezahlung in Geld im Empfang nimmt, Geld “ver=dient”. Wie die Geldpsychologie lehrt, so mangelt es häufig Kindern, Jugendlichen, Reichgeborenen sowie auch dauerhaften Sozialhilfeempfängern (welfare recipients) – “Almosengenössigen” in der alten Fachsprache der Sozialpolitik – an Geldbewusstsein. Pädagogen befürworten daher, dass Jugendliche sich ihr Taschengeld selbst verdienen, also “jobben” (do temporary work: zum Zweck des Geldverdienens vorübergehend eine Arbeit verrichten) und dass Sozialhilfeempfänger nach Möglichkeit für einige Stunden zu – dann vielleicht zusätzlich bezahlter – gemeinnütziger Arbeit (community-based service) verpflichtet werden müssten. – Siehe Armengeld, Chremagogik, Chremaphobie, Chrematonomie, Geldethik, Geldhete, Geldrechenhaftigkeit, Geldschnitt, Geldzweck, Inkontinenz, finanzielle, Unbanked.
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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