Erdöl-Subvention (oil subsidy)

Die Senkung des Preises für Erdöl(produkte) auf dem heimischen Markt vermittels – direkter Zuschüsse aus öffentlichen Kassen oder – (zeitweiser) Senkung von Verbrauchssteuern auf Erdöl in der Absicht, ein Durchschlagen (pass-through) eines hohen Erdölpreises auf die Verbraucherpreise aufzuhalten oder doch zu mindern. – Eine solche Politik führt dazu, dass Anreize zur Energieeinsparung (energy conservation incentives) in dem betreffenden Land gehemmt werden; die Nachfrage nach dem teurer gewordenen Erdöl also kaum zurückgeht und sich daher die Abhängigkeit vom Erdöl nicht verringert. Als ökonomisch sinnvoll gilt es aber grundsätzlich, durch Subventionen einen Anschub (push-start) für die Produktion von heimischen Substituten zum Erdöl (wie Biotreibstoffe oder Sonnenkollektoren) zu geben; wiewohl hier im einzelnen die Vorteilhaftigkeit der Subventionierung ständig hinterfragt werden muss. – Biotreibstoffe, ErdölPreis, Inflations-Ausgleich, Klima-Inflation, Lohn, indexierter, Lohn-Preis-Spirale, Ölpreis,
Ölpreis-Ausgleich, Ölpreis-Schocks, Petrodollar, Protein-Inflation, RealkassenEffekt, Rohstoffpreise, Schocks, strukturelle, Strompreis, Zweitrunden-Effekte. – Vgl. Monatsbericht der EZB vom Oktober 2013, S. 70 f. (steuerliche Aspekte der Verbraucherpreise für Kraftstoffe; Übersicht).

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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