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Die Klopfgeister am Meinhard in Siegen

veröffentlicht am

Aufschluss über die Gründe der dort hörbaren Klopfgeräusche gelegentlich einer Begegnung in der Stadtmitte von Dresden mit dem lebenserfahrenen, kenntnisreichen Herrn

Johann Heinrich Jung-Stilling (1740-1817),
der Weltweisheit und Arzneikunde Doktor,
seit 1785 Kurpfälzischer, durch Rechtsübergang ab 1803 Badischer Hofrat
und durch Verleihung ab 1808 Grossherzoglich Badischer Geheimer Hofrat,

zu Lebzeiten bis 1803 Professor für ökonomische Wissenschaften an der Universität Marburg/Lahn, dort auch Lehrbeauftragter für operative Augenheilkunde an der Medizinischen Fakultät; vordem bis 1787 Professor für angewandte Ökonomik – mit Einschluss der Tiermedizin – an der Universität Heidelberg und davor in gleicher Bestellung seit 1778 an der Kameral Hohen Schule zu Kaiserslautern;

weiland Gründungsmitglied der Geschlossenen Lesegesellschaft zu Elberfeld (heute Teil der Stadt Wuppertal), daselbst auch praktischer Arzt, Geburtshelfer, Augenarzt und seit 1775 behördlich bestellter Brunnenarzt sowie Dozent in Physiologie; der Kurpfälzischen Ökonomischen Gesellschaft in Heidelberg, der Kurfürstlichen Deutschen Gesellschaft in Mannheim, der Gesellschaft des Ackerbaues und der Künste in Kassel, der Königlichen Sozietät der Wissenschaften in Frankfurt/Oder, der Leipziger ökonomischen Sozietät sowie auch der erlauchten
Loge \“Karl August zu den drei flammenden Herzen\“ in Kaiserslautern Mitglied.

Zur allgemeinen Kenntnis ins World Wide Web gestellt, alle Leser dabei mit freundwilligem Gruss gÖttlicher beständiger Obhut und Verwahrung sowie getreuen englischen Schutzes empfehlend
von

Glaubrecht Andersieg
in Salen, Grafschaft Leisenburg*

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Markus-Gilde, Siegen 2009

Copyright 2000, 2009 by Markus-Gilde, Postfach 10 04 33, 57004 Siegen (Deutschland). – Die gewerbliche Nutzung des nachstehenden Textes bedarf der schriftlichen Einwilligung des Copyright-Inhabers.

mailto: merk@vwl.wiwi.uni-siegen.de.

Lästige Geräusche zu gewissen Zeiten

Gewachsen Siegen stattlich ist
Zur Alten Burg1 in kurzer Frist.
Die Waldsiedlung entstand allda;
Auch mancher Bau rundum geschah,
So dass von Häusern war im Nu
Der Kamm und bald der Nordhang zu.

Die Menschen, welche wohnen dort,
Vernehmen nachts in einem fort
Ein Hämmern niederwärts im Tal,
Als ob man schmiede allda Stahl.
Von Ostern bis zum Pfingsten-Fest
Der Lärm oftmals kaum schlafen lässt.

Fachleute können die Lärmquelle feststellen und erklären

Man holte bald die Polizei,
Dass stoppe sie die Klopferei.
Die fanden nichts! Drum machten drauf
Drei Männer sich zur Suche auf.
Siegaufwärts, östlich an dem Knie,2
Den Quell des Hämmerns fanden sie.

Man bat darauf dann die Behörde
Zu suchen, was die Stille störte.
Experten mussten bald ergründen,
Von wo genau die Kräche münden.
Sie kamen auch und brachten Licht
In einem langen Fachbericht.

Weit unten klopft es mit Gebraus;
Der Schall pflanzt seitlich weit sich aus,
Verstärkt sich im Gebirge dort
Und setzt sich dann zur Kuppe fort.
Als letzten Grund nennt der Bericht:
Gewässer-Stau in tiefer Schicht.

Unbefriedigende Erklärungen der Experten

Warum nach Pfingsten wohl die Frist
Der Klopfens abgelaufen ist,
Und man ab dann auch nichts mehr hört,
Was irgendwie die Ruhe stört? —
Im Frühjahr nimmt der Siegfluss auf
Viel Wasser in den Oberlauf.
Das sickert hier nach unten weg,
Wirkt druckvermindernd an dem Fleck.3

Warum denn meist an Ostern sei
Der Anfang dieser Klopferei? –
Zur Osterzeit in jedem Jahr
Erreicht der Pegel nachweisbar
Den höchsten Stand, weil Niederschlag
Im Quellgebiet beachtlich lag;
Auch hat sich oft lang Schnee gehalten,
Aus dem Gerinnsel sich entfalten,
Die letztlich in die Sieg dann münden:
Den hohen Stand so mitbegründen.

Im Klopfen nimmt man Pausen wahr,
Es tut sich zudem schwankend dar. –
Der Druck weicht ab: das ist der Grund;
Der Schall gibt drum sich ungleich kund.
Beweisen lässt sich am Modell
Ein solcher Vorgang klar und schnell.

Auf jede Frage boten sie
Vernunftgerechte Theorie.
Kaum einer derer, die dort leben
Der Zweifel konnte man entheben,
Ob letztlich denn die Klopferei
Durch Wissenschaft erklärbar sei.

Böse Gerüchte verbreiten sich

Man flüsterte sich heimlich zu,
Wer solche Ruhe-Störung tu.
Bald kamen Menschen ins Visier,
Die lebten bis vor kurzem hier,
Von denen aber jetzt man fand,
Dass sie zum Klopfen sind verbannt.

Man nannte auch konkrete Namen:
Familien in Verruf so kamen.
Des Nachbars Vater zweifelsfrei
Verdammt und nun ein Klopfgeist sei:
Denn der sei ja am Papst gehangen:
Der Teufel hielt ihn drum gefangen.4

Ich selbst auch war mir darin klar,
Dass dies im Kern wohl sicher wahr.
Gespenster, Geister und Dämonen5
Am Sieg-Knie in der Tiefe wohnen;
Und wie sich stellte letzt heraus,
Erwies sich das ja nicht als Flaus.

Begegnung mit Jung-Stilling in Dresden

Im letzten Jahr gin ich im Mai
Zu Dresden nah dem Schloss vorbei,
Als einen Herrn ich sehen kann,
Der froh mich winkt zu sich heran.
Ich schaue nun genauer hin
Und mir danach ganz sicher bin:
Wer geht der Elbe zu mit Schwung
Ist Hofrat Johann Heinrich Jung!6

\“Herr Glaubrecht\“, sprach er gleich mich an,
\“Wenn ich euch leiblich sehen kann,
Dass weiss ich schon: ihr habt der Fragen,
Zu denen ich soll etwas sagen.
Heraus damit: was ist es heut?
Legt dar es mir ganz ungescheut!\“

\“Zunächst, Herr Hofrat7, ein ‚Glückauf!‘8
In ihrem Diesseits-Lebenslauf
Besuchten oft sie diese Stadt,9
Die so viel Sehenswertes hat.
Mit ihrem Hiersein sie bekunden,
Dass sie mit Dresden noch verbunden.

Bitte um Erklärung der Klopfgeräusche

Ich nehme ihren Vorschlag an
Und wollte freundlich bitten dann ,
Dass sie mir heute doch erklären,
Warum der Ruhe oft entbehren
Die Menschen, deren Häuser liegen
Zur Alten Burg hin dort in Siegen.
Man hört vom Grunde nahebei
Im Frühjahr immer Klopferei.\“

Jung-Stilling kennt den Grund der Hammerschläge

\“Mein Stillings-Freund:10 gern ich berichte
Euch diese leidige Geschichte.
Vor über fünfmal hundert Jahr
Ein Hammer an der Sieg dort war,
Wo jetzt das Klopfen nachts man hört,
Das die Bewohner so sehr stört.

Der Hammer war zu alter Zeit
Sankt Meinhard feierlich geweiht;
Es hatten noch zu jenen Tagen
Die Priester überall das Sagen;
Und es gebot die Tradition,
Dass allem zukam ein Patron.
Sankt Meinhard brachte GOttes Wort
Nach Livland, und er starb auch dort.11

Nun standen an der Sieg jedoch
Benachbart weitre Hämmer noch,
Dazu die Hütte Tiefenbach;12
Auch Schmiede gab es mannigfach.
Am Wasser hingen alle sie,
Das ihnen Antriebskraft verlieh.

Drum hatte früh die Obrigkeit,
Um zu vermeiden bösen Streit,
Geordnet rechtlich den Gebrauch
Des Wassers und der Zeiten auch.
Vor Pfingsten durften ausnahmslos
Das Wasser nutzen Hütten bloss.13

Die Hämmer mussten warten dann,
Bis sie nach Pfingsten kamen dran.
Falls Streit jetzt unter Hämmern sei,
Wer wohl als erster an der Reih,
Dann sollte durch den Los-Entscheid
Geschlichtet werden solcher Streit.14

Der Hammer von Sankt Meinhard nun
Hervortrat durch verruchtes Tun.
Man hatte heimlich in der Nacht
In seinen Weiher eingebracht
Vom Wasser aus dem Hütten-Teich
Sehr findig, schlau und listenreich.

Sankt Meinhard war darob empört.
Er fand den Frevel unerhört,
Zu dem sie unter seinem Namen
Gerissen-falsch zusammenkamen:

Er kennt dies Handeln von den Liven,15
Die sich aus niedrigen Motiven
Der Christen-Taufe unterzogen,
Dann aber tauchten in die Wogen
Der Düna16, um zurückzukehren
Zu Heiden-Götzen, alten Lehren,
Die ihnen durchwegs angenehmer,
Für das Gewissen auch bequemer,
Weil Arglist, Falschheit, Raub und Mord
Die Abgötter nicht strafen dort.17

Sankt Meinhard hielt im Jenseits an,
Dass diese Schmiede, Mann für Mann,
Für ihr berechnendes Geschiebe
Als abgefeimte Wasser-Diebe
Auf ewig finden Strafen da,
Wo ihre Freveltat geschah.
Zur Unzeit18 müssen hämmern sie
Und Frieden finden sie drum nie.\“

Irrsinnige Strafe und Ende der Klopfgeräusche


\“Herr Hofrat\“, sagte ich darauf,
\“Geändert hat sich doch der Lauf
Der Zeiten auch im Siegerland,
Wo reinen Glauben man erkannt.19
Die Heiligen sind abgeschafft:
Es braucht GOtt keine Dienerschaft:20
Schon gar nicht Heilige aus Rom;
Auch keine aus dem Riga-Dom.
Was soll des Meinhards Zorn noch jetzt?
Hier wird das Recht auf Schlaf verletzt!
Wie ist zu lösen dieser Bann,
Dass man in Ruhe schlafen kann?\“ —

Jung-Stilling lächelte mich an.
\“Sprecht nicht so hitzig, lieber Mann!
Kein Glaubensfeger auf der Welt,
Dem ‚abzuschaffen‘ es gefällt,
Kann GOttes Freunde treiben aus,
Die dort im Himmel sind zu Haus.

Denn hier gilt GOttes Macht allein:
Obliegt bloss IHm, was trüb, was rein.
Nur GOtt bestimmt, wer heilig ist,
Wer spukt, wen ewig ER vergisst;
Auch wer in die Gewissen klopft,
Von Schuld und Sünde hart verstopft.

Doch weiss ich, wie ein Ende sei
Sehr rasch der lauten Klopferei:
Die Leute müssten mit dem Fleiss,
Wie jetzt sie gucken das Gegleiss
Am Bildschirm jeden Tag zu Haus,
Mit Lust und Freude überaus
Zu Gottesdienst und Bibelstunde:
Sofort das Klopfen dann verstummte.

Nun wisst auch ihr, dass zweifelsfrei
Wohl anhält drum die Klopferei.
Denn Gottesdienst und Bibelkreis
Missachten sie ja aberweis.\“

Engel Siona tritt auf Jung-Stilling zu

Als Stilling sprach just diesen Satz,
Trat seitlich vom Theater-Platz
Aus einem grossen, alten Haus
Ein übergrosser Mann heraus.
Es glänzte silbern sein Gewand;
Er schwebte dorthin, wo ich stand.
Noch ehe er mir völlig nah,
War klar mir: das ist Siona!21

Johann Heinrich Jung-Stilling entschwindet

Jung-Stilling war jetzt plötzlich fort:
Es stand der Engel nunmehr dort!
\“Herr Engel Siona\“, sprach ich,
\“Vermutlich soll ich öffentlich
Berichten wieder dieses Mal,
Wie zu erklären ist die Qual,
Der viele Leute dort zu Siegen
Im Frühjahr nächtens meist erliegen,
Und deren Hintergrund erklärt
Herr Hofrat Jung hat dankenswert.
Doch brauch ich Hilfe beim Berichten:
Erst recht beim Ordnen, gar beim Dichten!\“

Text der Belehrung wird übergeben

\“Man sah schon euren Wunsch voraus!
Nehmt diesen Stick und druckt ihn aus
Den Text, der hier gespeichert ist:
Wie man das macht, ihr ja wohl wisst.

Stellt ein die Niederschrift komplett
Doch bitte auch ins Internet.
Bleibt im Gebet zu aller Zeit!
Gelobt sei GOtt in Ewigkeit!\“

Als hörte ich den letzten Satz,
War leer bereits auch schon der Platz.
Ich danke dafür hier dem Engel,
Doch stehe ein für alle Mängel.

Meckerer möchten sich anderen Dingen zuwenden

Doch ach! Wie ist die Welt verrückt!
Man sagt nicht Dank, ist nicht beglückt,
Dass Stillings Botschaft wird verbreitet:
Dem Wahren so der Weg bereitet.

Oh nein! Sie schreien: \“Spiritismus,
Gespensterwahnsinn, Okkultismus,
Verdummung, Scharlatanerie,
Ergüsse kranker Phantasie;
Geflunker, Machwerk, Schwindel, Lug,
Geschwätz, Geplapper, Bluff und Trug;
Verworren-närrisches Gedudel,
Gebräu aus höllischem Gesudel;

Geheimnisvolle Kabbalistik,
Gefälschte, gleisnerische Mystik,
Verruchte Götzendienerei,
Dämonenhafte Zauberei,
Ein Zeugnis von Besessenheit,
Verhexung und Verlogenheit:
Empörende Provokation:
Des Satans Manifestation!\“

Ach Leute! Zupft euch an der Nase:
Entbindet euch von Zorn-Gerase
Und denkt darüber tiefer nach,
Was Stilling hier zum Klopfen sprach.

Anmerkungen, Hinweise und literarische Quellen

* Grafschaft Leisenburg = bei Jung-Stilling das ehemalige Fürstentum Nassau-Siegen (mit der Hauptstadt Siegen); nach dem Aussterben der Siegener Fürstenlinien durch Erbfolge von 1743 an Teil der Nassau-Oranischen Lande (mit Regierungssitz in Dillenburg, heute zum Bundesland Hessen gehörend); im Zuge der territorialen Neuordnung Deutschlands durch den Wiener Kongress ab 1815 Bezirk in der preussischen Provinz Westfalen (mit der Provinzhauptstadt Münster); nach dem Zweiten Weltkrieg von 1946 an bis heute Bestandteil des Kreises Siegen-Wittgenstein im Regierungsbezirk Arnsberg des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen in der Bundesrepublik Deutschland (mit der Landeshauptstadt Düsseldorf). Über 70 Prozent der Kreisfläche sind Wälder; Siegen-Wittgenstein steht damit an der Spitze der Bewaldungsdichte in ganz Deutschland.

Salen = bei Jung-Stilling die ehemalige fürstliche Residenzstadt Siegen; heute Universitätsstadt mit etwa 110 000 Bewohnern.

Siehe Karl Friedrich Schenck: Statistik des vormaligen Fürstenthums Siegen. Siegen (Vorländer) 1820, Reprint Kreuztal (verlag die wielandschmiede) 1981 sowie Theodor Kraus: Das Siegerland. Ein Industriegebiet im Rheinischen Schiefergebirge, 2. Aufl. Bad Godesberg (Bundesforschungsanstalt für Landeskunde und Raumordnung) 1969 (Standardwerk mit vielen Karten, Übersichten und Rückblenden auf den Entwicklungsverlauf; leider auch in der Zweitauflage ohne Register).

Im wirtschaftsgeschichtlich in vieler Hinsicht bemerkenswerten Siegerland ist der hochintelligente und äusserst vielseitig begabte Jung-Stilling (siehe Anmerkung 6) geboren, herangewachsen und dort hat auch seine ersten beruflichen Erfahrungen als Köhlergehilfe, Schneider, Knopfmacher, Vermessungs-Assistent, Landarbeiter, Dorfschulmeister und Privatlehrer gesammelt.

1 Alte Burg = Anhöhe (393 Meter) im Stadtgebiet von Siegen-Weidenau über dem Siegtal (250 Meter) gegenüber dem Haardter Berg (auf dem die Universität Siegen angesiedelt ist). Die Bebauung zog sich ab etwa 1970 vom Kornberg (Stockfriedhof) aus nach Norden und Nordosten weiter.

Das erste Gesetz zur Neugliederung des Landkreises Siegen vom 26. April 1966 schuf die Stadt Hüttental aus der Stadt Weidenau und einigen bis dahin selbständigen Gemeinden im Umkreis. Im Jahr 1975 wurde dann Hüttental und damit auch Weidenau in die Stadt Siegen eingegliedert. Somit gehört die Alte Burg heute zum Stadtgebiet von Siegen.

2 Östliches Knie = die Sieg verläuft ab dem Bahnhof Siegen-Weidenau flussaufwärts zunächst nach Norden. Beim Eintritt in den Ortsteil Dreis-Tiefenbach der Stadt Netphen (die Grossgemeinde Netphen wurde am 1. Jänner 2000 offiziell zur Stadt erklärt) ändert sie ihre Richtung und biegt nach Osten (in der Ortsmitte von Netphen dann nach Südosten) ab.

3 Absickern = Das Gelände am Ostknie der Sieg zum Kallenberg (392 Meter) hin war lange Zeit sumpfig.

4 In der seinerzeitigen Grafschaft Nassau-Siegen wurde im Jahr 1533 die lutherische Reformation eingeführt. Durch Konfessionswechsel des regierenden Fürsten folgte 1578 der Calvinismus. Im Jahr 1726 leitete man die Rekatholisierung ein. Bereichs sechs Jahre später musste diese – abermals wegen Konfessionswechsels des Regierenden – abgebrochen werden. Siegen wurde recalvinisiert; siehe Gerhard Specht: Johann VIII. von Nassau-Siegen und die katholische Restauration in der Grafschaft Siegen. Paderborn (Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens) 1964, S. 87 ff. (Studien und Quellen zur Westfälischen Geschichte, Bd. 4). Das Siegerland blieb bis heute im Tenor calvinistisch geprägt.

Der Calvinismus aber (noch mehr als das Luthertum) nährte sich gutteilig von einer feindseligen Einstellung gegenüber der alten Kirche; und die Katholische Kirche wurde (und wird von manchen noch bis in diese Zeit!) als Einrichtung des Teufels gesehen. Wegleitend dafür war die viel gedruckte und nachgedruckte Schrift von Martin Luther: Wider das Babstum zu Rom vom Teufel gestifft. Strassburg (Balthasar Beck) 1545 und öfters. – Auch Jung-Stilling war von einer starken Abneigung, die manchmal schon bis zum Hass reichte, gegen alles Katholische beseelt; siehe Zitate bei Gerhard Merk (Hrg.): Jung-Stilling-Lexikon Religion. Kreuztal (verlag die wielandschmiede) 1988, S. 84 ff.

\“Es war eine Beschränktheit, aus der Rohigkeit einer nur religiös hochgebildeten Zeit, wie aus dem gegenseitigen Fanatismus des Streits zu erklären, dass unsre orthodoxen Vorfahren allen Ernstes den Papst für den Antichrist oder Endchrist hielten, der sich im Tempel Gottes anbeten lasse, wie daß er in den Bekenntnißschriften des Lutherthums gelegentlich titulirt wird ein Epikuräer und Judas, ein Haupt von Spitzbuben und des Teufels Apostel\“, meint einschränkend Karl von Hase: Handbuch der Protestantischen Polemik gegen die Römisch-Katholische Kirche, 7. Aufl. Leipzig (Breitkopf und Härtel) 1900, S. 182 (Orthographie und Interpunktion wie im Original).

5 Siehe hierzu Johann Heinrich Jung-Stilling: Theorie der Geister=Kunde, in einer Natur= Vernunft= und Bibelmäsigen (so!) Beantwortung der Frage: Was von Ahnungen, Gesichten und Geistererscheinungen geglaubt und nicht geglaubt werden müße (so, also mit Eszett). Nürnberg (Raw’sche Buchhandlung) 1808 (Reprint Leipzig [Zentralantiquariat der DDR] 1987 und öfters), S. 220 ff.

Die \“Theorie der Geister=Kunde\“ von Jung-Stilling wurde seither bis in unsere Tage in vielen Ausgaben veröffentlicht und auch –  1812 ins Schwedische (veranlasst durch Prinz Karl von Hessen-Kassel [1744–1836], mit dem Jung-Stilling zu jener Zeit in enger Verbindung stand); –  1814 ins Niederländische (durch Joan Petrus Kleyn [1760–1805]), –  1834 ins Englische (durch Samuel Jackson aus Tulse Hill, heute Stadtteil von London) sowie –  1851 ins Amerikanische (durch Pfarrer George Bush) und –  1869 auch ins Französische übersetzt. – Für die deutschsprachigen Leser in den Vereinigten Staaten kam 1816 eine Ausgabe bei dem Verleger Heinrich B. Sage in Reading, Pennsylvania heraus; Jung-Stilling hatte dort eine ansehnliche Lesergemeinde, und Sage brachte auch andere Werke von Jung-Stilling dort zum Druck. – Siehe hierzu und zur Jung-Stilling-Literatur gesamthaft die Zusammenstellung bei Klaus Pfeifer: Jung-Stilling-Bibliographie Siegen (J. G. Herder-Bibliothek) 1993 (Schriften der J. G. Herder-Bibliothek Siegerland, Bd. 28).

Vgl. zu Themenkreis der \“Theorie der Geister=Kunde\“ auch Johann Heinrich Jung-Stilling: Geister, Gespenster und Hades. Wahre und falsche Ansichten, Hrg. und eingel. von Gerhard Merk. Siegen (Jung-Stilling-Gesellschaft) 1993 (Jung-Stilling-Studien, Bd. 2) sowie Martin Landmann: Ahnungen, Visionen und Geistererscheinungen nach Jung-Stilling. Eine ausdeutende Untersuchung. Siegen (Jung-Stilling-Gesellschaft) 1995. Diese Schrift ist auch unentgeltlich als Download-File für den Privatgebrauch bei der Adresse <http://www.uni-siegen.de/~stilling/downloads.htm> abrufbar

6 Johann Heinrich Jung-Stilling (1740–1817), der Weltweisheit (Philosophie [Universität Heidelberg, ehrenhalber 1786]) und Arzneigelehrtheit (Medizin [Universität Strassburg, Promotion 1772]) Doktor. – Siehe kurz zusammenfassend Gustav Adolf Benrath: Artikel \“Jung-Stilling, Johann Heinrich\“, in: Theologische Realenzyklopädie, Bd. 17. Berlin, New York (Walter de Gruyter) 1987, S. 467 ff. sowie Johann Heinrich Jung-Stilling: Lebensgeschichte. Vollständige Ausgabe, Hrg. von Gustav Adolf Benrath, 3. Aufl. Darmstadt (Wissenschaftliche Buchgesellschaft) 1992, S. IX–XXXI (Einleitung). Kurz über das Leben von Jung-Stilling schreibt auch Gerhard Merk: Jung-Stilling. Ein Umriß seines Lebens. Kreuztal (verlag die wielandschmiede 1988. – Jung-Stilling wurde in der letzten Zeit wiederholt auf Erden gesehen.

Siehe Grundsätzliches zum Wiedereintritt Verstorbener in diese Welt Johann Heinrich Jung-Stilling: Theorie der Geister=Kunde (Anmerkung 5), S. 220 ff. sowie derselbe: Szenen aus dem Geisterreich, 7. Aufl. Bietigheim (Rohm) 1999.

7 Mit Urkunde seines Landesherren, des Kurfürsten Karl Theodor von Pfalz-Bayern (1724/1742-1799), datiert vom 31. März 1785, erhielt Jung-Stilling als Professor für praktische ökonomische Wissenschaften an der Universität Heidelberg im Herbst 1785 den Rang eines \“Kurpfälzischen Hofrats\“, den er ab da auch auf allen Buchtiteln führt; siehe Gustav Adolf Benrath: Jung-Stilling in Kaiserslautern 1778–1784, in: Pfälzer Heimat, №. 2/1991, S. 70.

Das mit diesem Ehrentitel verbundene gesellschaftliche Ansehen war zu jener Zeit beträchtlich. Es gewährte dem Träger manche Bevorzugungen, so auch (was besonders Jung-Stilling als reisenden Augenarzt zum Vorteil gereichte) an Posten, Schildwachen, Stadttoren, Übergängen, Fähren, Brücken sowie an den zu jener Zeit auch innerlands noch zahlreichen Schlagbäumen mit ihren Post-, Maut- und Grenzstationen.

8 Glückauf = alter bergmännischer Gruss; ursprünglich der Anwunsch nach gefahrloser Auffahrt aus dem Berg. Bis etwa 1965 in den deutschen Bergbauregionen und so auch im Siegerland eine verbreitete, auch allgemeine Begrüssungsform; seitdem erloschen. Der Gruss gilt heute als absonderlich, ja sogar den der heimischen Bergbautradition unkundigen Jüngeren als lächerlich.

9 Jung-Stilling weilte in Ende März 1803 in Dresden, dann wieder am 13. April 1803 und nochmals im Juni 1804; siehe mehr dazu bei Johann Heinrich Jung-Stilling: Lebensgeschichte. Vollständige Ausgabe, mit Anmerkungen, hrsg. von Gustav Adolf Benrath, 3. Aufl. Darmstadt (Wissenschaftliche Buchgesellschaft) 1992, S. 586, S. 588, S. 642.

10 Stillings-Freund(in) meint –  Gönner, Förderer, später –  Verehrer und Anhänger oder –  auch nur begeisterter Leser der Schriften von Jung-Stilling. (\“Fan\“: vom lateinischen FANATICUS = begeistert, entzückt) von Jung-Stilling. Der Ausdruck stammt von Jung-Stilling selbst.

Siehe Johann Heinrich Jung-Stilling: Lebensgeschichte (Anm. 9), S. 213, S. 441, S. 513, S. 536, S. 566. – Auf der anderen Seite gibt es aber auch  \“Stillings-Feinde\“, siehe ebendort, S. 316.

11 Der Meinhard-Hammer war laut Jung-Stilling nach dem Heiligen Meinhard benannt; dieser war ein Augustiner-Chorherr aus dem Stift Segenberg in Holstein. Meinhard gilt als Apostel Livlands und errichtete 1184 das erste christliche Gotteshaus am rechten Düna-Ufer in Ykeskola (Üxküll), dem heutigen Ikšķile in Lettland. Der Papst ernannte Meinhard 1186 zum Bischof Livlands; Erzbischof Hartwig II. von Bremen weihte ihn feierlich zum Bischof der Liven mit dem Kathedralort Üxküll.

Meinhard starb am 14. August 1196; sein Gedenken wurde in Livland vor der Reformation am 14. August und wird heute noch im Orden der Augustiner-Chorherren / -frauen am 13. August gefeiert. Die Gebeine Meinhards wurden im 14. Jht. in den Dom von Riga übertragen, wohin das Bistum Üxküll schon 1402 verlegt worden war.

Seinen Kult bestätigte Papst Johannes Paul II., als er im September 1993 Riga besuchte, wo die Gebeine des Heiligen im heute protestantischen Dom ruhen. – Siehe auch Georg Dehio: Artikel \“Meinhard von Segeberg\“, in: Allgemeine Deutsche Biographie, Bd. 21. München, Leipzig (Duncker & Humblot) 1885, S. 227 f.

12 Die Tiefenbacher Hütte ist (neben 29 weiteren Betriebsstätten) erstmals im Jahr 1444 urkundlich erwähnt. – Eine Hütte an dem in die Sieg mündenden Dreisbach zu Eckmannshausen (heute Ortsteil der Stadt Netphen) wird schon im Jahr 1417 genannt. Siegabwärts standen hinter dem Meinhard-Hammer noch eine Reihe weiterer Hammerwerke. – Siehe hierzu die Übersicht bei Hugo Wingen: Energie aus dem Hauberg. Siegen (Höpner) 1982, S. 13.

13 Siehe zur entsprechenden Gesetzgebung näher Johann Philipp Becher: Mineralogische Beschreibung der Oranien-Nassauischen Lande nebst einer Geschichte des Siegenschen Hütten- und Hammerwesens, 2. Aufl. Dillenburg (Seel-Weidenbach) 1902, S. 262 ff.

14 Das Losen war bereits in der \“Verordnung oder Weisthum, wie es mit dem Schmelzen und Mahlen zu halten, wenn zwei Hütten oder Mühlen in einen Graben gehen\“ vom 21. Juli 1443 vorgeschrieben; siehe Johann Philipp Becher: Mineralogische Beschreibung der Oranien-Nassauischen Lande (Anmerkung 13), S. 259.

15 Liven = die Bewohner der lettischen Provinz Livland (lettisch: Vidzeme) östlich der Bucht von Riga. Dort wirkte Meinhard als Missionar, siehe Anmerkung 11.

16 Düna, Dwina, lettisch: Daugava = In die Bucht von Riga mündender, 1 000 Kilometer langer Fluss, dessen Quellgebiet in den Waldaihöhen in Russland (13 Kilometer südlich der Wolgaquellen) liegt. Die Düna ist seit 1806 durch den Beresina-Kanal mit dem Dnjepr verbunden.

17 \“Bei der Wankelmüthigkeit der Livländer, die sich oft wieder den heidnischen Gebräuchen und Sitten ihrer Voreltern zuwandten und sich des Christenthums dadurch wieder zu entledigen suchten, daß sie die erhaltene Taufe in den Fluthen der Dwina abwuschen, war es Meinhard nicht gegönnt, einem seinem Streben entsprechenden Erfolg zu sehen\“ schreibt Carl Fritz: Artikel \“Albert (Albrecht)\“, in: Wetzer und Welte’s Kirchenlexikon, 2. Aufl., Bd. 1. Freiburg (Herder) 1886, Sp. 421.

18 Unzeit = von Ostern bis Pfingsten gehört nämlich das Wasser allein den Hütten; von Pfingsten bis Michaeli (= 29. Spetember) wieder den Hämmern; von Michaeli bis Weihnachten den Hütten und von Weihnachten bis Ostern den Hämmern; siehe Johann Philipp Becher: Mineralogische Beschreibung der Oranien-Nassauischen Lande (Anmerkung 13), S. 263.

19 In der Grafschaft Nassau-Siegen wurde im Jahr 1533 die lutherische Reformation eingeführt. Durch Konfessionswechsel des regierenden Fürsten folgte 1578 der Calvinismus. Im Jahr 1726 leitete man die Rekatholisierung ein. Bereichs sechs Jahre später musste diese – abermals wegen Konfessionswechsels des Regierenden – abgebrochen werden. Siegen wurde recalvinisiert. – Siehe dazu ausführlich Gerhard Specht: Johann VIII. von Nassau Siegen (Anmerkung 4).

Die mehrmaligen Konfessionswechsel waren rechtlich erlaubt, weil nach dem Augsburger Religionsfrieden im Jahr 1555, bestätigt durch den Westfälischen Frieden 1648, der Landesherrn die Konfession seiner Untertanen bestimmen konnte (Grundsatz: CUIUS REGIO, EIUS RELIGIO).

Siehe auch Sebastian Schmidt: Glaube – Herrschaft – Disziplin. Konfessionalisierung und Alltagskultur in den Ämtern Siegen und Dilllenburg (1538–1683). Paderborn (Schöningh) 2005 (Reihe Forschungen zur Regionalgeschichte, Bd. 50) mit reichlichen Literaturangaben, S. 483 ff. sowie Heinrich-Franz Röttsches: Luthertum und Calvinismus in Nassau-Dillenburg. Beiträge zur Kirchenpolitik in Nassau-Dillenburg unter Wilhelm dem Alten und Johann dem Alten. Herne (Koethers & Röttsches) 1954.

20 Die altkirchliche und vom Luthertum zunächst \“gereinigt\“ übernommene Verehrung der Heiligen wurde vom Calvinismus gänzlich abgeschafft und blieb streng verboten; siehe auch Lothar Irle: Heilige in Verehrung und Volkstum des Siegerlandes. Siegen (Heimatverein) 1969, S. 69.

Den entstehenden Leer-Raum füllte man mit modernen \“Märtyrbüchern\“ aus, nämlich mit Schilderungen der Blutzeugen des Calvinismus (vor allem in den Niederlanden und in Frankreich). – Das im Siegerland lang verbreitete Märtyrbuch aus dem Verlag Rab in Herborn erreichte zwischen 1590 und 1641 acht Auflagen; siehe Johann Heinrich Jung-Stilling: Lebensgeschichte (Anmerkung 9); S. 715 f. (zu Seite 123 im Text). Auch Nachdrucke dieser, aus dem Französischen übersetzten und von Jean Crespin (1520-1572) verfassten Sammlung wurden veröffentlicht. Das Buch ist seit 1992 auch als Mikrofiche erhältlich.

21 Schutzengel von Johann Heinrich Jung-Stilling. Er zeigte sich diesem zu dessen irdischer Zeit, nahm ihn von dort ins Jenseits mit und schrieb auch für ihn. – Siehe Heinrich Jung-Stilling: Szenen aus dem Geisterreich, 7. Aufl. Bietigheim (Karl Rohm Verlag) 1999, S. 220 ff. (S. 279: \“Siona hat mir Lavaters Verklärung in die Feder diktiert\“).

Der Name Siona bedeutet letztlich \“die Himmlische\“; siehe die genauere, weitläufige Erklärung dieses Namens bei Philipp Paul Merz: ONOMASTICON BIBLICUM SEU INDEX AC DICTIONARIUM HISTORICO–ETYMOLOCIUM, Bd. 2. Augsburg (Veith) 1738, S. 1161 ff. sowie bei Petrus Ravanellus: BIBLIOTHECA SACRA SEU THESAURUS SCRIPTURAE CANONICAE AMPLISSIMUS, Bd. 2. Genf (Chouët) 1650, S. 627 (hier auch einige seltenere übertragene Bedeutungen wie etwa \“ORNAMENTUM TRACTUS\“ oder \“GAUDIUM TOTIUS TERRAE\“ und \“LOCUS PERFECTISSIMAE PULCHRITUDINIS\“). Beide bis heute kaum übertroffene Werke erfuhren viele Nachdrucke und Übersetzungen.

Jung-Stilling fasst den Engel als weiblich auf. Er spricht Siona an als –  \“unaussprechlich erhabene Tochter der Ewigkeit\“ (Szenen aus dem Geisterreich, S. 219), –  \“göttliche Freundin\“ (ebenda, S. 223), dankt der –  \“erhabenen Dolmetscherin\“ (ebenda, S. 241), die ihm –  oft ungesehen als Engel immer liebvoll zur Seite ist\“ (Johann Heinrich Jung-Stilling: Chrysäon oder das goldene Zeitalter in vier Gesängen. Nürnberg [Raw’sche Buchhandlung] 1818, 1. Gesang, Versabschnitt 3), –  den Gedankengang leitet (Szenen aus dem Geisterreich, S. 282), aber –  auch vom Jenseits berichtet (Szenen aus dem Geisterreich, S. 308) und –  Jung-Stilling (der im Chrysäon Selmar heisst, wohl in Anlehnung an den Rufname seiner zweiten Ehefrau Selma) auf einer \“Himmels-Leiter\“ zum Sehen führt (Chrysäon, Prolog, Versabschnitt 2; siehe auch Versabschnitt 8) sowie –  zu seiner verstorbenen Tochter Elisabeth (Lisette, 1786-1802) und zu deren Mutter (Jung-Stillings zweiter Ehefrau Selma von St. George, 1760-1790) geleitet (Chrysäon, 4. Gesang, Versabschnitt 2 ff.), –  ihn aber auch von himmlischen Höhen \“in müdes Weltgewühle\“ zurückbringt (Chrysäon, 3. Gesang, Versabschnitt 87).

Siehe zum Verständnis der Engel im religiösen Denken von Jung-Stilling auch Gerhard Merk (Hrg.): Jung-Stilling-Lexikon Religion. Kreuztal (verlag die wielandschmiede) 1988, S. XX f., S. 30 ff. sowie Gotthold Untermschloß: Vom Handeln im Diesseits und von Wesen im Jenseits. Johann Heinrich Jung-Stilling gibt Antwort. Siegen (Jung-Stilling-Gesellschaft) 1995, S. 16 ff.

Vgl. zum Grundsätzlichen aus neuerer theologischer Sicht Herbert Vorgrimler: Wiederkehr der Engel? Ein altes Thema neu durchdacht, 3. Aufl. Kevelaer (Butzon & Bercker) 1999 (Topos plus-Taschenbücher, № 301) mit breitem Literaturverzeichnis (S. 113 ff.), Paola Giovetti: Engel, die unsichtbaren Helfer der Menschen, 8. Aufl. Kreuzlingen, München (Hugendubel) 2003 (aus dem Italienischen übersetzt) sowie im Internet die Adresse

What greater calamity can fall upon a nation
than the lack of engaged clergywomen and clergymen



Über Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk

Gerhard Merk (* 8. Mai 1931 in Mannheim) ist ein deutscher Wirtschaftswissenschaftler, Sozialethiker und Lehrbuchautor.

  • 1931 Geboren in Mannheim
  • 1955 Diplom-Volkswirt, Universität Heidelberg
  • 1956 Diplom-Handelslehrer, Universität Mannheim
  • 1957 Dr.rer.pol., Universität Heidelberg (Thema der Dissertation: „Die Investitionsfunktion“)
  • 1958 Konzernleitung Fried. Krupp, Essen, Zentralabteilung Verkauf, Fachabteilung Marktforschung
  • 1964 Dozent an der Staatlichen Höheren Wirtschaftsfachschule, Siegen
  • 1972 Professor an der Universität Siegen
  • 1996 Pensionierung; weiterhin in Lehre und Forschung an der Universität ohne Bezahlung tätig.

Verheiratet seit 1964 mit Dr.rer.nat. Martha Merk-Jansen, Apothekerin aus Aachen, verstorben am 30. Juni 2010.

Zwei Kinder: Irene (Diplom-Physikerin, Diplom-Informatikerin, Dr.rer.nat.), Judith (Industriekauffrau, Diplom-Kauffrau).

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