Complacency (so auch zumeist im Deutschen gesagt; seltener mit Nachlässigkeit übersetzt)

Die Tatsache, dass – die meisten Marktteilnehmer auf Stabilität in den Finanzmärkten bauen und – allfällige Risiken aus (gar weltweiten; even worldwide) Turbulenzen bei ihren Erwartungen ausschliessen – mit der Gefahr, solchen Verwerfungen gegenüber beim Eintritt nicht ausreichend gewappnet zu sein. – Ursächlich dafür ist auch oft auch das Vorherrschen unkritischer Modellgläubigkeit. Eine scheinbar beruhigendes Ergebnis aus einem Risikomodell kann bisweilen eine verzerrtes Signal darstellen; so etwa bei Marktrisiko-Modellen in Zeiten ungewöhnlich niedriger Volatilitäten oder von Kreditrisikomodellen im Umfeld eines Immobilienblase. – Siehe Abschmelzrisko, Finanzmathematik, Liquiditätsmanagement, Risikomodelle, Stress-Test.

Achtung: Das Finanzlexikon ist urheberrechtlich geschützt und darf ohne die ausdrückliche Einwilligung lediglich zum privaten Gebrauch benutzt werden!
Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
E-Mail-Anschrift: info@jung-stilling-gesellschaft.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Ernst_Merk
https://www.jung-stilling-gesellschaft.de/merk/
https://www.gerhardmerk.de/

Zitieren

Merk, G. (Hrsg.): „Complacency (so auch zumeist im Deutschen gesagt; seltener mit Nachlässigkeit übersetzt)“. In: Finanz- und Wirtschaftslexikon. https://www.gerhardmerk.de/complacency-so-auch-zumeist-im-deutschen-gesagt-seltener-mit-nachlassigkeit-ubersetzt/ (Stand: 15.10.2022).

Die von Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk begründete Sammlung wird seit Herbst 2014 von Professor Dr. Dr. h.c. Eckehard Krah redaktionell fortgeführt und um neue Begriffe ergänzt. Sollten Sie Fehler entdecken oder sonstige Hinweise haben, schreiben Sie an: info@ekrah.com

5 Seitenaufrufe dieser Seite