Ausgeschüttete Boni und Prämien an Mitarbeiter (Kaderleute, “key men”) eines Instituts können vertragsgemäss zurückgefordert werden, falls sich herausstellt, dass die getätigten Engagements einen nur kurz betrachtet Gewinn, auf mehrere Jahre gesehen hingegen einen Verlust für das Unternehmen bringen. – Bei einem Fonds wird der erzielte Gewinn gesamthaft den Anlegern ausgeschüttet, nachdem das Fondsmanagement den vertraglich vorgesehene Vergütung erhielt. Eine Anhäufung und Wiederanlage der Gewinne zur Stärkung des Fondsvermögens ist damit ausgeschlossen. – Bei einer Begebung von Aktien das Recht des Emittenten, den Umfang der Zuteilung zugunsten bestimmter Anleger zu verschieben (allows the shares allocated to one class of investors to be reallocated to the other class of investors). Dies hat hier häufig den Zweck, bei stark ter Emission den Anteil im Streubesitz zu verbreitern. Eine Claw-back-Klausel in dieser Bedeutung muss im Emissionsprospekt unmissverständlich und deutlich (unmistakably and distinctly) genannt sein. – Die Pflicht zur Nachzahlung missbräuchlich beanspruchter Steuererleichterungen an den Fiskus. – Vorbehalt des Verkäufers, dass er im Falle eines ungewöhnlich hohen (abnormal high) Gewinns des Käufers an diesem Profit angemessen beteiligt wird. Solche Vorbehalte sind besonders beim Unternehmensverkauf üblich, dort auch Anti-Embarrassment-Klausel genannt. – Ein Originator verpflichtet sich, bei Verlust in einer Zweckgesellschaft die notleidenden Wertpapiere in bestimmten Fällen in die eigene Bilanz zurückzunehmen. – Siehe Back-to-Originator-Call, Postulat.

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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