Die einem Menschen anhaftende Furcht vor Geld. Dieses wird als gefahrvoll, bedrohlich und unheilbringend für die eigene Person eingeschätzt. Erklärt findet sich diese Haltung – von der Geldpsychologie durch fehlende oder falsche Anleitung zum Geldgebrauch in der Früherziehung (Primärsozialisation; earliest education) oder durch spätere Erlebnisse, bei denen bittere schicksalhafte Eingriffe in das eigene Leben mit dem Geld in Zusammenhang gebracht bzw. diesem ursächlich zugeschrieben werden – von der Religionspsychologie (psychology of religion) in der Gleichsetzung von Geld mit dem Bösen schlechthin, als Verteufelung (demonisation) des Geldes und – von psychoanalytischen Schulen (pschoanalytic groups) allgemein durch Verschiebung einer inneren Triebgefahr auf einen Ersatzgegenstand (Triebabwehr; diversion of urges), hier auf das Geld. – Siehe Argyromanie, Chrematonomie, Europhobie, Finanzasophie, Geldangst, Geldabschaffung, Geldbewusstsein, Geldethik, Geldeuropäer, Geldnutzen, Geldsoziologie.

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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