Chremaphobie (chremaphobia)

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Die einem Menschen anhaftende Furcht vor Geld. Dieses wird als gefahrvoll, bedrohlich und unheilbringend für die eigene Person eingeschätzt. Erklärt findet sich diese Haltung – von der Geldpsychologie durch fehlende oder falsche Anleitung zum Geldgebrauch in der Früherziehung (Primärsozialisation; earliest education) oder durch spätere Erlebnisse, bei denen bittere schicksalhafte Eingriffe in das eigene Leben mit dem Geld in Zusammenhang gebracht bzw. diesem ursächlich zugeschrieben werden – von der Religionspsychologie (psychology of religion) in der Gleichsetzung von Geld mit dem Bösen schlechthin, als Verteufelung (demonisation) des Geldes und – von psychoanalytischen Schulen (pschoanalytic groups) allgemein durch Verschiebung einer inneren Triebgefahr auf einen Ersatzgegenstand (Triebabwehr; diversion of urges), hier auf das Geld. – Siehe Argyromanie, Chrematonomie, Europhobie, Finanzasophie, Geldangst, Geldabschaffung, Geldbewusstsein, Geldethik, Geldeuropäer, Geldnutzen, Geldsoziologie.

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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Zitieren

Merk, G. (Hrsg.): „Chremaphobie (chremaphobia)“. In: Finanz- und Wirtschaftslexikon. https://www.gerhardmerk.de/chremaphobie-chremaphobia/ (Stand: 15.10.2022).

Die von Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk begründete Sammlung wird seit Herbst 2014 von Professor Dr. Dr. h.c. Eckehard Krah redaktionell fortgeführt und um neue Begriffe ergänzt. Sollten Sie Fehler entdecken oder sonstige Hinweise haben, schreiben Sie an: info@ekrah.com

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