Wenn nicht anders definiert, so versteht man darunter den Ausgleich der Bargeldbestände innert eines Konzerns. Diese werden am Tagesende von den Konten der Konzernunternehmen in ein gemeinsames Konto, in einen Pool (pool: a fund containing all the money in the boxes of the group-affiliated firms) bei der Konzernleitung überführt. Aus diesem Pool deckt man zunächst Liquiditätslücken von Konzernunternehmen. Der verbleibende Betrag an Bargeld wird kurzfristig bestmöglich angelegt. – Cash Pools grosser, weltweit tätiger Konzerne sind bedeutende Nachfrager von Geldmarktfonds und anderer Einrichtungen im Schattenbankbereich. – Cash Pooling ermöglicht eine gewisse Unabhängigkeit von Banken und mindert damit die Gefahr von Beschränkungen beim Zugang zu Kapital für einzelne Konzernunternehmen. – Siehe Bonitätsverschlechterung, konzernbedingte, Finanzplanung, Liquidität, optimale, Selbstfinanzierung. – Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Januar 2012, S. 23 (Cash Pools als konzerninterne Finanzzentren; Anm. 31: Cash Pools und Schattenbanken).

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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