Erhöhen sich die Zinsen, dann steigen auch die Zinseinnahmen der Gläubiger. Sinken andererseits die Zinsen, so werden Kreditnehmer mehr Geld für Konsumzwecke zur Verfügung haben. Weil aber empirisch nachweisbar die Ausgabeneigung (propensity to buy) der Gläubiger geringer ist als jene der Schuldner, so wird bei einer Zinserhöhung eine dämpfende Wirkung auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage ausgehen. Bei einer Senkung der Zinsen entsteht jedoch eine für die Nachfrage belebende Wirkung (demand-stimulating effect). – Siehe Kapitalkosten-Effekt, Niedrigzinspolitik, Nullzins, Zinssatz, realer.

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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