Nach § 24 BörsG ist dies der Preis für Wertpapiere im amtlichen Markt oder regulierten Markt, der während der Börsenzeit ermittelt wurde. Für Waren und Derivate gilt der ermittelte Preis während der Börsenzeit. – Der Börsenpreis bringt zwar Angebot und Nachfrage zum Ausgleich. Aber er ist damit noch nicht auch gewährleistet, dass der gefundene Preis alle wirtschaftlich bedeutsamen Einflussfaktoren genau widerspiegelt. Solche Abweichungen zwischen technisch-operationaler Effizienz (mere operational efficiency) und grundsätzlicher Effizienz (basic efficiency) sind zugleich ein Ausdruck von unter Umständen erheblichen Fehlbewertungen. Bei überstürzter Rückkehr zu einer grundlegend angemessen Bewertung – beim Bersten von spekulativen Blasen – kann es dabei zu aussergewöhnlichen Marktstörungen mit weitreichenden Folgen kommen, wie beim Tulpencrash in den Niederlanden 1637. – Siehe Aktienblase, Baisse, Bear, Blase, Boom-Bust-Zyklus, Börsenfunktionen, Börsenkrach, Crash, Devisenhandel, computerisierter, Dotcom-Blase, Dominostein-Effekt, Fair Value, Finanzmarktschock, Friedhof-Markt, Immobilienblase, Limitierung, Run, Rush to exit, Subprime-Krise, Vertrauen.

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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