Früher – und in einigen arabischen Staaten teilweise bis heute – eine Zahlung, die einmalig oder regelmässig vor allem – bei fahrlässiger Körperverletzung an den Geschädigten oder – bei Tötung – etwa: ein Mauerwerk stürzt ein und erdrückt eine Person – an die Hinterbliebenen zu leisten war, auch Sühnegeld, Wergeld und Manngeld genannt. – Bei Übergabe eines Verbrechers an das Blutgericht (blood court; Tribunal über Leben und Tod) zu zahlender Betrag. – Belohnung für denjenigen, durch dessen Zeugnis jemand aufgegriffen und vor Gericht gestellt wird, im Deutschen auch Judaslohn genannt. Diese Bezeichnung leitet sich von dem Jünger Judas Ischariot her, der Jesus an die Hohepriester verriet und dafür dreissig Silbermünzen als Belohnung erhielt. – Angesammeltes Vermögen, das durch die Tötung von Personen erworben wurde. – In weitem Sinne zu Lasten anderer Menschen unrechtmässig erworbene Einnahmen. – Siehe Agiotage, Geldsauger, Danismus, Sündengeld, Übersatz, Wucher, Wucher-Herausforderung.

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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