Im wirtschaftlichen Sprachgebrauch versteht man darunter allgemein einen erheblichen Unterschied zwischen dem aktuellen Marktpreis eines Vermögensgegenstandes und seinem tatsächlich Wert. Anders ausgedrückt: es bildet sich ein Preis, der mit normalen, gewöhnlichen, üblichen, regelmässigen Verhältnissen von Angebot und Nachfrage auf dem jeweiligen Markt nicht vernünftig zu erklären ist (could not be explained rationally). – Ein Anzeichen für die Entstehung einer Blase sind massvoll (modest), aber stetig (steadily) steigende Preise bei wachsenden Handelsumsätzen. Denn steigen die Preise massvoll aber stetig, dann bestärkt dies die Marktteilnehmer in der Annahme, dass der Preissteigerung eine Erhöhung im Sachwert des zugrundeliegenden Vermögensgegenstandes entspricht. Das wiederum löst steigende Umsätze nach dem betreffenden Gut aus. Hingegen werden sprunghafte (erratic) Preiserhöhungen eher als Anzeichen einer Spekulation gesehen und sprechen im Regelfall eher gegen die Entstehung einer Blase. – Siehe Algorithmic Trading, Aufkäufe, zentralbankliche, Blase, spekulative, Börsenstimmung, Cleaning up after, Dotcom-Blase, Jackson Hole-Konsens, Leaning against the wind, Martin-Prinzip, Mindestreserve-Soll, Rohstoffblase, Sachwert, Substanzwert, Überschwang, unvernünftiger, Vermögensblase, Vermögenswert. – Vgl. Monatsbericht der EZB vom November 2010, S. 75 ff. (Möglichkeiten der Geldpolitik, Blasen zu vermeiden; viele Übersichten).

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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