Im engeren Sinne die (jahres)abschliessende systematische Gegenüberstellung von Aktiva und Passiva, von Vermögen und Verbindlichkeiten; der Kontenabschluss zu einem Zeitpunkt (reporting date). – Aufgrund der Doppelten Buchführung (double-entry accounting practice), die heute weltweit in der Rechnungslegung eingeführt ist (adopted worldwide by all businesses) zeigt sich eine Bilanz formal immer im Gleichgewicht. Eine “negative Bilanz” kann es daher strenggenommen nicht geben. Trotzdem wird diese Bezeichnung häufig gebraucht, wenn die Verbindlichkeiten die Vermögenswerte übersteigen. – In weiterem Sinne von IFRS der Jahresabschluss gesamthaft: der Finanzbericht (Bilanz, Erfolgsrechnung (income statement), Eigenkapital-Veränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung (cash flow statement), Erläuterungen bzw. Anhang (notes to the financial statements), Vermerke der Prüfer usw. – Siehe Bilanzkosmetik, Buchführung, kreative, Enforcement, Finanzbericht, Finanzbericht, einheitliches elektronisches Format, Kristallisation, Rechnungsablage, Sachverhaltsgestaltung, Ultimo-Factoring. – Vgl. Monatsbericht der EZB vom Dezember 2008, S. 26 ff. (Bankbilanzen im Euroraum; Übersichten), Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Dezember 2010, S. 43 (Bilanzkennziffern deutscher Unternehmen seit 2007; S. 45: Quellenhinweis auf bezügliche lange Datenreihen) sowie den jeweiligen Dezemberbericht der Deutschen Bundesbank.

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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