Vor allem während der Inflationszeit nach dem Ersten Weltkrieg (1914 bis 1918) in Deutschland und Österreich sowie auch in den anderen vier von der Hyperinflation betroffenen Staaten (Ungarn, Polen, Russland, Rumänien) vom jeweiligen Postamt durch – Stempel (special postmark) oder – handschriftlichen Vermerk (handwritten cancel) auf das Postgut angebrachter Beleg über die Zahlung des Portos. – Die galoppierende Inflation machte es der Postverwaltung bald unmöglich, Briefmarken (wie zunächst bei Beginn der Inflation) durch Überdruck (overprint) anzupassen. Denn die Stempel konnten nicht so schnell hergestellt werden, wie sich der Geldwert täglich, später sogar stündlich, änderte. – Entsprechende Dokumente aus dieser Zeit sind heute begehrte Sammlerobjekte (coveted collector’s items); sie gelten – im Gegensatz zu Ersatz-Zahlungsmitteln aus dieser Zeit – weithin als fälschungssicher (forgery-proof). – Siehe Behelfsgeldschein, Ersatzmünzen, Geld, sittliches, Geldwertstabilität, Hochinflationsland, Kassenschein, Notgeld.

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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