Vor allem nach der auf die Subprime-Krise folgenden Finanzkrise entstandene Ansicht, die Banken trügen an allem Ungemach die alleinige Schuld. Von den Medien mit Bedacht aufgebauschte, weil quotenträchtige Bericht (exaggerated reports played up by the mass media, such promising high ratings figures) über einzelne Verfehlungen erweckten den Eindruck, als seien in der Finanzbranche gesamthaft mafiöse Verhältnisse (mafia-like structures) vorherrschend. Auch vorgebliche Experten in Talk-Shows, gescheiterte Dichterlinge, von Jugendlichen vergötterte Schnulzensänger und herumhampelnde Rockgröler sowie viele andere Meinungsführer (popular opinion leaders) fanden sich bemüssigt, die Banken anzuklagen. Berufs-Demonstrierer veranstalteten “Protest-Märsche” gegen die Banken; vor dem Gebäude der EZB in Frankfurt wurde eine Zeltlager (tent camp) aufgeschlagen. Dort kampierende zumeist jugendliche Protestierer konnten freilich auf näheres Befragen nicht erklären, welche Aufgaben die EZB hat. – Dies alles führte auch dazu, dass der bis anhin angesehene Beruf des Bankangestellten in Verruf kam. – Meinungsmacher (opinion formers) und Politiker fordern unentwegt, dass alle Institute – mehr Eigenkapital bilden, – ihre Liquidität erhöhen, – gleichzeitig aber zusätzliche Steuern zahlen und Rettungstöpfe füllen, – auf staatliche Garantien verzichten, – Teile ihres Geschäftes auf zentrale Gegenparteien verlagern, – andere Tätigkeitsfelder aufgeben oder sich gleich völlig zerlegen,- die Boni deckeln, – vorsorglich ein Banktestament verfassen und den Konkurs vorbereiten; sprich: weniger Gewinn machen, aber davon mehr für alle möglichen Zwecke abführen oder in der Bilanz bunkern und bei alldem – Darlehn möglichst nicht über einem Zinssatz von 0,3 Prozent und für Arme gar zinslos ausreichen. – Siehe Abwicklungsmechanismus, einheitlicher, Bankenmacht, Banker, Bankpleiten-Verhinderung, Banktestament, Bonussystem, Citigroup-Bonussystem, Finanzkapital, Finanzsodomit, Finanzterrorist, High-Speed Money, Honorar, Jagdgeld, Millionengrab, MitarbeiterVerantwortlichkeit, Offshore Leaks, Praxis, Rampe, Schlafgeld, Shitstorm, Tantieme, Vergütung, Vergütungssystem, Vorstandsbezüge, Verlustübernahme, persönliche.

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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