Jede Bad Bank-Überlegung sieht sich zwei gegenläufigen Umständen gegenüber. – Einerseits sollen die Bankbilanzen von Papieren entlastet werden, – für die – zumindest vorübergehend – kein funktionsfähiger Markt (functioning market) vorhanden ist, und – bei denen erhebliche Buchverluste drohen; denn die Wertberichtigungen greifen das Eigenkapital der Banken an und mindern damit auch deren Fähigkeit, Darlehn zu gewähren. – Andererseits jedoch – sollen die Eigentümer der Banken nicht aus der Haftung für eine Geschäftspolitik entlassen werden, welche diese Schieflage verursacht hat; denn – so entstünde ein Moral Hazard-Problem: Verluste würden auf den Staat bzw. die Steuerzahler abgewälzt. – Das deutsche Bad-Bank-Modell versucht, zwischen diesen beiden Interessenslagen einen Mittelweg zu finden. – Siehe Anlage-Haftung, Bank, systemische, Bad Bank, Bail-in, Eigenkapital, hartes, Finanzmarktstabilisierungsgesetz, Pflichtwandelanleihe, Verlustteilungsregelung, Vertrauensblase, Zwangswandelanleihe.

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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