Entscheidend für eine Bankniederlassung im Ausland sind nach Untersuchungen des IWF die sog. Störkosten (troubling costs). Darunter versteht man im einzelnen besondere Aufwendungen aufgrund von (by reason of) – unsicherer Infrastruktur (unreliable infrastructure) im Gastland, – Probleme hinsichtlich der Aufsicht, etwa zu hohe Regulierungsdichte; undurchsichtige Vorschriften; willkürliche Anwendung, – Verbreitetsein von Bestechungszahlungen an verschiedene Behörden (briberies), – hohem Mass an Kriminalität im Land gesamthaft, in der Finanzbranche oder im besonderen bezielt auf ausländische Unternehmen sowie – arbeitsrechtliche Unsicherheiten (contract enforcement difficulties). Sind diese Kosten zu hoch, so ist eine Kooperation mit heimischen Banken allemal der günstigere Weg. – Siehe Agentur, Allianzen, grenzüberschreitende, Angleichung, informelle, Auslandsunternehmenseinheiten, Auslandszweigstelle, Bewachungsgeld, Kreditinstitut, grenzüberschreitend tätiges, Onshore Banking, Repräsentanz, Ring fencing.

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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