Asiatische Freihandelszone (Asian Free Trade Area, AFTA)
Zu Jahresbeginn 2010 in Kraft getretenes Handelsabkommen zwischen China und zehn asiatischen Staaten. Der Vertrag sieht den Abbau von Zöllen und die Begünstigung gegenseitiger Investitionen vor. – Das Abkommen umfasst zwei Geschwindigkeiten. Zwischen China und den sechs im Handelsblock Asean (Association of Southeast Asian Nations) zusammengeschlossenen Staaten Indonesien, Brunei, Malaysia, den Philippinen, Singapur und Thailand gilt seit 1. Januar 2010 ein Zollabbau auf Null für 90 Prozent aller gehandelten Waren. Für die vier weiteren Asean-Staaten Laos, Vietnam, Kambodscha und Myanmar (Burma) soll dieser Abbau ab 2015 verwirklicht sein. Es handelt sich dabei um die bevölkerungsreichste Freihandelszone der Welt, noch vor der EU und dem Nafta (North American Free Trade Agreement zwischen Kanada, den USA und Mexiko, am 1. Januar 1994 in Kraft getreten).
Anfang des Jahres 2010 lebten In China rund 1,3 Milliarden und in den zehn AseanStaaten etwa 584 Millionen Menschen. Zum gleichen Zeitpunkt stellte die Region etwa 11 Prozent der Weltwirtschaftsleistung. Der Handel zwischen China und den Asean-Staaten ist zwischen 2003 und 2008 jährlich um durchschnittlich 24 Prozent gewachsen. – Fernziel der AFTA ist eine Währungsunion nach dem Vorbild der Eurozone. – Siehe Asian Currency Unit.
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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