Zinssatz, realer (real interest rate)
Der Marktzinssatz, in den Modellen der Nationalökonomik und dann oft dem natürlichen Zinssatz gegenübergestellt. – Der um die erwartete Preissteigerungsrate bereinigte nominale Zinssatz (nominal interest rate minus the expected rate of inflation, and thus the interest rate which more accurately reflects the true cost of borrowing). – Der dem Geldgeber (money lender: Verleiher, Gläubiger) gemäss der Kaufkraft des Geldes wirklich zufliessende Betrag für die geliehene Summe. Dieser kann vom vertraglich vereinbarten Nominalzins (money interest) erheblich abweichen. – In der Europäischen Währungsunion Abweichungen im Zinssatz beim längeren Fristenspektrum der Darlehn, bedingt durch abweichende Inflationsraten und unterschiedliche Erwartungen in Bezug auf die einzelnen Mitgliedsstaaten. – Siehe Cash-Flow-Effekt, Enteignung, kalte, Fragmentierung, Griechenland-Krise, Inflation, Inflationsdifferenzen, IrlandKrise, Realzinssatz, Risikoprämie, Zins, effektiver. – Vgl. zur Entwicklung im Eurogebiet den Monatsbericht der EZB vom November 2001, S. 23 f., Monatsbericht der EZB vom September 2003, S. 29, Monatsbericht der EZB vom September 2004, S. 35 ff., Monatsbericht der EZB vom April 2005, S. 23 ff. (hier auch Analyse der Einflüsse auf den langfristigen Realzinssatz), Monatsbericht der EZB vom Oktober 2006, S. 63 (Projektion bis 2030 anhand der Alterung der Gesellschaft), Monatsbericht der EZB vom Dezember 2008, S. 38 (zu den Realzinsunterschieden im Sinne von ).
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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