Eigenkapitalausstattung (net equity base, capital adequancy)
Im einzelnen aufsichtsrechtlich genau definierter Begriff in Zusammenhang mit den Financial Soundness Indicators. Gemessen wird dabei – das Verhältnis zwischen aufsichtsrechtlichem Eigenkapital und den anrechnungspflichtigen Positionen (regulatory capital to risk-weighted assets), – das Verhältnis zwischen aufsichtsrechtlichem Kernkapital und allen anrechnungspflichtigen Positionen (regulatory tier1-capital to risk-weighted assets) und – das Verhältnis zwischen notleidenden Krediten – abzüglich Risikovorsorge – und bilanziellem Eigenkapital (non performing loans net of provisions to capital). Die laufende Beobachtung der Eigenkapitalausstattung soll der genauen Einschätzung der Lage und des Risikos dienen und damit den Grundstein zur Krisenvorsorge bilden. – Siehe Basel-III, CAMELS, Eigenkapital, Eigenkapital, hartes, Kapitalpuffer, antizyklischer, Liquiditätsmanagement, Stabilisatoren, automatische, Stress-Test, Waiver-Regelung, Zwangswandelanleihe. – Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Dezember 2006, S. 69 ff. (Umsetzung der Eigenkapitalregelungen von Basel-II), Jahresbericht 2010 der BaFin, S. 125 (durch die in Kraft getretene Kapitaladäquanz-Richtlinie wird die Anerkennungsfähigkeit hybrider Kapitalbestandteile als aufsichtliche Eigenmittel bei Instituten bestimmt), Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Juni 2013, S. 59 ff. (bankaufsichtliches Eigenkapital im Zuge von BaselIII; tabellarische Gegenüberstellung gegenwärtiger und zukünftiger Massgrössen).
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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