Deflation, hässliche (ugly deflation)
Eine sich schrittweise verstärkende schlechte Deflation. – Wenn das – Vermögen weniger wert ist, – die Schulden hingegen nominell, also zu laufenden Preisen bewertet, gleich geblieben sind, – dann ist es ökonomisch richtig, die eigene Bilanz in Ordnung zu bringen, indem man Schulden abbaut. – Wenn nun aber alle gleichzeitig versuchen, ihren Vermögenshaushalt durch Schuldenabbau bzw. vermehrtes Sparen im Falle der Privathaushalte ins Gleichgewicht zu bringen, so kommt es zu einem Kollaps der Wirtschaft gesamthaft, weil niemand mehr konsumiert und investiert. – Wird nun dieser sich selbst verstärkende Prozess (self-reinforcing process) nicht von der Wirtschaftspolitik aufgehalten, dann kommt es zu einer “Grossen Depression.” – Aus Furcht vor einer solchen leiteten die Regierungen fast aller EU-Staaten im Laufe des Jahre 2008 und 2009 Massnahmen ein, als sich die Eurozone nach Ansicht vieler Experten auf eine schlechte Deflation zubewegte. – Siehe Ansteckungswirkungen, Apfelernte-Schluss, Deflation, Deflation, gute, Deflations-Spirale, Finanzmarkt-Stress, KreditkartenFiasko, Mark-to-Model-Ansatz, Ninja-Loans, Pay-Green-Initiative, Rush to exit, Schock, externer, Schocks, strukturelle, Stress-Test, Subprime-Krise, Szenarien, aussergewöhnliche,
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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